Rumstehen und leuchten

Lina Beckmann hat eigentlich noch nie eine richtige Hauptrolle gespielt. Aber jetzt ist sie Schauspielerin des Jahres. Ein Porträt

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Das einzig Ungewöhnliche an dem ganz und gar gewöhn­lichen Mehrfamilienhaus in der Bochumer Wilhelm-Stumpf-Straße ist, dass auf dem Klingelbrett drei Mal der Name Beckmann steht. Maja Beckmann wohnt hier, Ensemblemitglied des Bochumer Schauspielhauses gleich um die Ecke. Ebenso ihr jüngerer Bruder Till Beckmann, der Ruhrgebietsliteraturwettbewerbe veranstaltet, im Off-Kindertheater spielt und mit seiner Freundin gerade das erste Kind erwartet.

Schließlich Lina Beckmann, seit vier Jahren am Schauspiel Köln engagiert, Alfred-Kerr-Preisträgerin und frisch gekürte Schauspielerin des Jahres, mit ihrem dreijährigen Sohn Karl. Und es gibt noch zwei weitere Beckmann-Geschwister, Malte und Nils. Auch Nils spielt Theater und ist mit von der Partie, wenn die Geschwister unter dem Label «Spielkinder» Ruhrpott-Heimatabende veranstalten oder gemeinsam Projekte realisieren, die ihnen über den Arbeitsalltag hinaus am Herzen liegen.

Unverblümte Ansprache

Lina Beckmann, geboren 1981 in Hagen zwischen Dortmund und Lüdenscheidt, ist die Dritte von Fünf, das Sandwich-im-Sandwich-Kind sozusagen, und auch wenn es schwer nach Küchentischpsychologie riecht, ist die Versuchung groß, zwischen ihrer Arbeit ...

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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Spieler des Jahres, Seite 88
von Eva Behrendt

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