Rumstehen und leuchten
Das einzig Ungewöhnliche an dem ganz und gar gewöhnlichen Mehrfamilienhaus in der Bochumer Wilhelm-Stumpf-Straße ist, dass auf dem Klingelbrett drei Mal der Name Beckmann steht. Maja Beckmann wohnt hier, Ensemblemitglied des Bochumer Schauspielhauses gleich um die Ecke. Ebenso ihr jüngerer Bruder Till Beckmann, der Ruhrgebietsliteraturwettbewerbe veranstaltet, im Off-Kindertheater spielt und mit seiner Freundin gerade das erste Kind erwartet.
Schließlich Lina Beckmann, seit vier Jahren am Schauspiel Köln engagiert, Alfred-Kerr-Preisträgerin und frisch gekürte Schauspielerin des Jahres, mit ihrem dreijährigen Sohn Karl. Und es gibt noch zwei weitere Beckmann-Geschwister, Malte und Nils. Auch Nils spielt Theater und ist mit von der Partie, wenn die Geschwister unter dem Label «Spielkinder» Ruhrpott-Heimatabende veranstalten oder gemeinsam Projekte realisieren, die ihnen über den Arbeitsalltag hinaus am Herzen liegen.
Unverblümte Ansprache
Lina Beckmann, geboren 1981 in Hagen zwischen Dortmund und Lüdenscheidt, ist die Dritte von Fünf, das Sandwich-im-Sandwich-Kind sozusagen, und auch wenn es schwer nach Küchentischpsychologie riecht, ist die Versuchung groß, zwischen ihrer Arbeit ...
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Spieler des Jahres, Seite 88
von Eva Behrendt
Die große Wut hatte ich vor etwa 20 Jahren. Das Theater war leidenschaftslos, verbeamtet, routiniert, beschäftigte sich vor allem mit sich selbst. Ich hatte die Nase voll, schmiss alles hin, flüchtete nach Paris, ließ alles liegen.
Wut macht rücksichtslos, aber Wut gehört zur Freiheit. Menschen, die Wut nicht kennen oder Wut nicht wagen oder sie fürchten, langweilen...
Ein deutscher Reisebus auf dem Weg nach Schlesien. Amüsiert nehmen wir Teil an Dirk Lauckes Kaffeefahrt «heim ins reich zu den stätten unserer scheißarischen ahnen». In seinem neuestem Stück «Alles Opfer! oder Grenzenlose Heiterkeit», verfasst für die Ruhrfestspiele Recklinghausen und das Staatsschauspiel Dresden, erfreuen wir uns an fröhlichen Rentnern und...
Nach der Erzählung eines Bekannten … (der einen Antrag stellte zur finanziellen Förderung eines Theaterprojekts. Und weshalb gesprochen werden konnte, und deshalb umgehend die Gelder geflossen sind.)
Ich würde gerne einen Antrag auf Gelder schreiben und stellen, und darin mit meiner erworbenen Kompetenz glänzen und wissen, dass die am anderen Ende verstanden wird...
