Robotergötter
Die Singularität ist schon lange der richtig heiße Scheiß im dystopischen Science-Fiction und sämtlichen Diskussionen um Artifical Intelligence. Sie bezeichnet den Moment, in dem die Algorithmen ein eigenes Bewusstsein entwickeln und sich vom Menschen emanzipieren. Für den Menschen ist das meist eher schlecht, wie etwa die «Terminator»-Reihe oder «Matrix» gezeigt haben.
Auch in Dresden fand man die Frage nach dem neuen Zusammenleben von Mensch und Maschine interessant und wählte das knallbunte Krimi-Musical «Android Ergo Sum» – frei nach dem berühmten Ausspruchs Descartes –, um sie zu verhandeln. Geschrieben hat es das künstlerische Trio Dlé, bestehend aus Malcolm Kemp, Tim Knapper und Florian Hertweck, der auch gleich die Regie und einen der spielerischen Parts übernommen hat, allerdings zur Premiere am Kleinen Haus coronabedingt durch David Kosel ersetzt wurde.
Es ist das Jahr 45 nach der Singularität: Androiden und Mikro-Bots verehren die Menschen, die ihnen das «Leben» geschenkt haben, wie Götter. Arbeit ist quasi abgeschafft, Heerscharen von Bots jeder Größe kümmern sich um die Minimierung menschlichen Risikos, koordiniert von dem Über-Bot-Netz MADI (steht für «Multiple ...
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Theater heute 10 2022
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Torben Ibs
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
28. Seethaler, Der Trafikant
R. Christoph Biermeier
AALEN, THEATER DER STADT
8. Cooney, Außer Kontrolle
R. Tonio Kleinknecht
ALTENBURG/GERA, TPT
2. Haidle, Alles muss glänzen
R. Matthias Thieme
2. King, Foxfinder
R. Louis Villinger
21. Ibsen, Stützen der Gesellschaft
R. Alexander Flache
31. Sommerfeldt, Das perfekteste Tier des...
Der Krieg, von dem auf der Bühne erzählt werden soll, ist der, der schon vor dem 24. Februar 2022 im Osten der Ukraine herrschte. Drei von fünf relativ jungen Menschen haben in ihm gekämpft: Katya Kotliarova und Slavik Gavianets als Sol -datin und Soldat an der Front, der Schauspieler Roman Kryvdyk als Sanitäter. Oxana Cherkashyna, ebenfalls Profi-Schauspielerin,...
Was soll das denn heißen? Dief Gein?», fragt eine Passantin. Karotten und Frühlingszwiebeln im Einkaufskorb, kommt sie offenbar gerade vom Wochenmarkt auf dem Herzogin-Anna-Amalia-Platz. Forsch, fast gereizt, ruft sie ihre Frage in Richtung der Holzbude, die vor dem kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig aufgestellt ist. Die junge Frau, die dort für das...
