Revolution des Lebens

Neue alte Stücke von Sergej Tretjakov

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Im Berliner Kulturverlag Kadmos sind zwei Bände höchst aktueller Theatergeschichte erschienen, die von der gesellschaftlich offenen und formal kühnen Theaterarbeit des Autors Sergej Tretjakow, des Regisseurs Wsewolod Meyerhold und des Filmpioniers Sergej Eisenstein handeln, deren Ziel die Aufführung und Verfilmung des Stücks «Ich will ein Kind haben» war. Die offizielle Premiere durfte in der Sowjetunion nicht stattfinden. Die zweite Fassung dieses Stücks, übersetzt von Ernst Hube, hat Bertolt Brecht um 1930 bearbeitet, zu einer Aufführung kam es nicht.

In neuer Übersetzung von Fritz Mierau wurde «Ich will ein Kind haben» in den 1970er Jahren in der DDR veröffentlicht, 1980 erst wurde es in Westberlin, dann in Karlsruhe und von 1989 an auch in Ostberlin einige Male aufgeführt.

Tatjana Hofmann und Eduard Jan Ditschek haben nun beide Stückfassungen und das Film-Libretto unter dem knapperen Titel «Ich will ein Kind!» neu übersetzt und mit ausführlichen Materialien zur Entstehungsgeschichte, Stück­analysen, Probenberichten, Aufführungskonzepten sowie Fotos der beiden Aufführungen von 1980 und 1982 herausgegeben. Ihre Publikation ist ein tolles Angebot für Theaterleute, die nicht nur ...

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Theater heute Dezember 2019
Rubrik: Büchermagazin, Seite 48
von Klaus Völker

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