Regeln des reglosen Kritikers
Was unternimmt der noch jugendliche Großkritiker, wenn auf einmal niemand mehr Großkritiker braucht? Wohin verschlägt es den Feuilleton-Star, wenn die Zeit der Edelfedern zu Ende geht? Nicht nur im Theater hat sich seit den Neunzigern einiges geändert, auch am Feuilleton ist der Zug der Zeit nicht vorbeigefahren. Und der Kulturbetrieb im Allgemeinen bietet schon länger keine Existenzsicherung mehr. Wenn sich die Rahmenregeln ändern, muss der Geistesarbeiter weiterziehen oder umschulen. Robin Detje macht aus der eigenen Haut kein Geheimnis.
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Wen wundert es, dass 22 Jahre nach «Die Unvernünftigen sterben aus» das neue Handke-Stück den Titel «Spuren der Verirrten» trägt. Etwas erinnert das Stück an das 15 Jahre zuvor entstandene Schauspiel «Die Stunde da wir nichts voneinander wussten». Damals ein Schauspiel im Wortsinn, denn es ist ein wortloses, also stummes Spiel, in dem ein Platz den Mittelpunkt der...
Erste Geschichte, die von dem Spiegel und von den Scherben handelt», diesen Untertitel trägt der erste Teil des Märchens «Die Schneekönigin» von Hans Christian Andersen. Der Spiegel des Teufels, der alles genau umgekehrt zeigt, wie es ist, stürzt von einem Himmelsflug zu Erde, «wo er in hunderte Millionen, Billionen und noch mehr Stücke» zerspringt. Und nun...
Das Theater hat mich besser in allem gemacht», findet Abdul. «Das Gute ist, dass alle zusammenhalten, dass alle mitarbeiten», lobt Christin. «Man nimmt andere Rollen an, versetzt sich in die Lage anderer Menschen, das gefällt mir – sich selbst loslassen, jemand anderes werden», sagt Marina. Abdul, Christin und Marina, alle 16 oder 17, gehen ins berufsvorbereitende...
