«Hammer, super, geil! Endlich!»
Da hocken sie wieder, wie jedes Jahr, und draußen in der Welt rauscht das Leben vorüber. «Oh Gott, ist das öde und blöde», stöhnt Anna Petrowna mit Blick auf all die Dummschwätzer und Luschen, die sich auf ihrem Gut versammelt haben und nur auf eines warten: das Mittagessen. Dick sind sie geworden, der Winter war lang. Ihre Leiber schwitzen in der Sonne, und in ihren dumpfen Hirnen brutzelt eine Ahnung: Es wird mal wieder ein langweiliger Sommer gewesen sein.
Aber vielleicht geht ja doch was, schließlich ist da noch Platonow. Wenn einer was aufmischt, dann er.
Früher, an der Uni, muss er ein toller Hecht gewesen sein, berühmt für seine radikalen Reden. Die Studentinnen sahen in ihm einen zweiten Lord Byron, er selbst hielt sich für einen «zukünftigen Minister für außerordentliche Angelegenheiten». Dass er nichts dergleichen geworden ist, sondern nur ein kleiner Dorfschullehrer, nimmt er sich selber übel – auslassen aber tut er es an den anderen. Er mobbt sie und foppt sie, putzt sie runter und führt sie vor. Sie lassen sich’s gefallen und bewundern ihn trotzdem. Die Frauen werfen sich ihm reihenweise an den Hals, und wenn er sie wegstößt und beleidigt, liegen sie ihm um so ergebener ...
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Uraufführungen
A Herbert Achternbusch Herz und Kopf (Nationaltheater Mannheim)
Woody Allen Sweet and Lowdown (Theater Krefeld-Mönchengladbach)
Melanie Arns Heul doch! (Theater Bielefeld)
B Lukas Bärfuss Die Probe (Münchner Kammerspiele), Marc Becker Terror-Programm (Arbeitstitel, Staatstheater Oldenburg), Thorsten Becker Katte (Hans-Otto-Theater Potsdam), Sibylle...
Liebe ist eine bestimmte Art von Angewiesensein, mein sonderbarer Herr.» Mit diesem Anfang hatte die Autorin mich, einen männlichen Leser, für sich eingenommen. Eine diskretere Liebeserklärung war kaum vorstellbar, und ich folgte, wenn auch erst im dritten Anlauf, durch ihren Sprachstrom. Meine Hoffnung, nicht jeden Strudel, nicht jede steile Kurve zum Verlassen...
1. THE FLYING CARPET
kurz vor meiner zeit in münchen schlug ich mir mit meinen kumpels die nächte in bielefeld an der tür im SUBWAY um die ohren – wir verdienten geld damit leute entweder rein oder nicht rein zu lassen – hauptsächlich waren das leute wie wir an der tür: schwarzköpfe jeglicher herkunft: türken – araber – trainigsanzugsalbaner – lederlackitaliener...
