Rasender Stillstand
Die Tat ist der Traum: Neun Schauspieler stehen an der Rampe mit Büchern in der Hand und lesen, nein: schreien, wüten, trampeln die Zentral-Episode von Dostojewskis Roman «Verbrechen und Strafe» aus ihren Körpern heraus, den «Traum vom Pferdchen und der Peitsche», deren Text derweil hinten auf der Leinwand abläuft.
Eine geschlagene Viertelstunde lang steigert sich in Bochum mit brutaler Wucht die Erzählung des siebenjährigen Raskolnikow, der Zeuge wird, wie ein «kleines mageres fuchsbraunes Bauernpferdchen» von einer feisten Wirtshausmeute zu Tode geprügelt wird, aus reiner Lust am Quälen. Schließlich holen die Schauspieler ihre Peitschen heraus und schlagen auf ihre Bücher ein, die bald in Fetzen und Einzelteilen herumfliegen, vernichten in einer Art kannibalistischem Akt die Grundlage ihrer Performance, ein Exorzismus der Worte: Die Gewalt an sich zerstört ihre Vermittlerin, die Sprache, und bleibt als rohe Grundkonstante des Lebens zurück.
Ein Bild, das nachhaltig verstört. Zugleich erklärt die brutale Episode bei Dostojewski psychologisch, wie dem zutiefst getroffenen Kind Raskolnikow die Empathie verloren ging. Als Jana Schulz dann als erwachsener Raskolnikow in olivgrünem ...
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es ist anzunehmen, dass bei der anerkannt großen freiheitsliebe der bevölkerung einerseits
und der erwiesen großen rücksichtslosigkeit
des möglichen gegners andererseits es über kurz oder lang zwangsläufig zu zusammenstößen kommen wird.
hans von dach, der totale widerstand
wir müssen als schweizer armee das undenkbare denken!
christoph brunner, armeesprecher
ich...
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Im aktuellen Jahrbuch von «Theater heute» äußert sich Prof. Dr. Peter Raue, Seniorpartner der Berliner Anwaltssozietät RAUE LLP, zu zwei Prozessen vor dem Landgericht Berlin, die Beatrix von Storch (AfD) und Hedwig von Beverfoerde (CDU) gegen die Schaubühne angestrengt hatten, um Änderungen in Falk Richters Inszenierung «Fear» durchzusetzen. Beide Damen fühlten...
