Radikal jung

Aaron Arens’ erster Spielfilm «Sonnenplätze» mit Julia Windischbauer und Niels Bormann erzählt die prekäre Künstler:innenexistenz als Familiendrama

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Man darf davon ausgehen, dass Aaron Arens weiß, wovon er spricht: Der Filmregisseur, geb. 1988, ist Spross einer Künstlerfamilie über mehrere Generation, sein Großvater Peter Arens spielte an den Münchner Kammerspielen und am Hamburger Schauspielhaus, bevor er 1963 ans Zürcher Schauspielhaus ging, seine Eltern sind bildende Künstler, sein Bruder Elias langjähriger Schauspieler im Ensemble des Deutschen Theaters.

Die Künstlerfamilie, um die sein erster Kinofilm «Sonnenplätze» rotiert, hat er aber klugerweise im Literaturmilieu angesiedelt, in dem Sichtbarwerden mindestens so schwierig ist wie im Kino und Theater (wo Arens einen großen Teil seines Casts rekrutiert hat).

Sam, Samuela, die Jungautorin, die gerade ihren ersten Roman zuende geschrieben hat, fliegt bei ihrem Freund raus. Bei der Mutter, ihrerseits Verlegerin, und ihrem deutlich jüngeren Lover (Jeremy Mockridge) hält sie es auch nicht aus. Mit ihrem jüngeren Bruder (Jeremias Meyer), für den die Mutter eine Pianistenkarriere anstrebt, flieht sie ins Familienhaus nach Lan -zarote. Dort treffen sie unerwartet auf ihren Vater, den Schriftsteller, der genau ein, allerdings höchst erfolgreiches, Buch verfasst hat und jetzt in ...

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Theater heute August/September 2024
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Barbara Burckhardt

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