Premieren im Februar 2023
AALEN, THEATER
28. Zeh, Corpus delicti
R. Tina Brüggemann
ANNABERG-BUCHHOLZ, EDUARD-VON-WINTERSTEIN-THEATER
4. Schiller, Kabale und Liebe
R. Jan Holtappels
ANSBACH, THEATER
11. Brecht und Weill, Die Dreigroschenoper
R. Axel Krauße
BADEN-BADEN, THEATER
10. Kafka, Der Verschollene
R. Birga Ipsen
17.
Hierzegger, Die Notlüge
R. Jenke Nordalm
BAUTZEN, DEUTSCH-SORBISCHES VOLKSTHEATER
5. Baltscheit, Nur ein Tag
R. Stefan Siegfried
11. Drda, Hrešna wjes abo zabyty cert (Das sündige Dorf oder der vergessene Teufel)
R. Rosmarie Vogtenhuber
BERLIN, BERLINER ENSEMBLE
18. Ernaux, Das Ereignis
R. Laura Linnenbaum
26. Strindberg, Totentanz
R. Kay Voges
BERLIN, DEUTSCHES THEATER
7. nach Lessing, Nathan
R. Joanna Praml (Junges Theater)
19. Petras nach Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht
R. Armin Petras
24. Stephens, Am Strand der weiten Welt
R. Daniela Löffner
BERLIN, MAXIM GORKI THEATER
17. Aydemir, Dschinns
R. Nurkan Erpulat
BERLIN, RENAISSANCE-THEATER
24. Gontscharow, Oblomow (DE)
R. Volodia Serre
BERLIN, SCHAUBÜHNE
15. Gelmann, Zwei auf einer Bank
R. Amalia Starikow
BERLIN, VAGANTENBÜHNE
14. Böll, Die verlorene Ehre der Katharina Blum
R. Kathrin Mayr
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Theater heute Februar 2023
Rubrik: Daten, Seite 62
von
So eine Erscheinung kommt dem Pfarrer nicht alle Tage unter. «Ich möchte mich als Heilige Maria bewerben», verkündet die Frau dem stillen Herrn am äußersten Bühnenrand. Pointierte Karriereplanung, keine Frage. Allerdings handelt es sich um eine Bewerbung von flatterhafter Qualität. Die Enddreißigerin stöckelt denkbar unkeusch herbei, ihr Heiligenschein leuchtet...
Irgendetwas stimmt mit dieser Familie nicht. Aber dieses Etwas ist lange nicht greifbar, fast unheimlich. Natürlich gibt es konkrete Konflikte: Vater Dilo ist seit Langem arbeitslos, auch seine gesundheitlichen Probleme sind gravierend. Seine weitaus älter wirkende, von ihrer Fabrikarbeit als Näherin gezeichnete Ehefrau Sara muss den Lebensunterhalt und das Studium...
«Aussterben ist langweilig (…) / damit kommt man weiter nicht», das war 2003 in Peter Lichts «Safarinachmittag» noch eine ganz entspannt singbare Textzeile. Aus Sicht des Universums ist sie wahrscheinlich immer noch lustig. Nur die Menschen, die darüber lachen können, weil sie eh rechtzeitig sterben, werden weniger. Die, die das Schwinden bewohnbarer Landstriche...
