Preisverleihung: Echtzeit in groß
And on the Thousandth Night» ist, wie das wenige Jahre zuvor entstandene Werk «Quizoola!», ein über wenige Regeln weitergegebenes Ritual von Forced Entertainment. Es erzeugt eine Überfülle von Geschichten, aber keinen Dialog, eine intensive Reaktion der Spieler aufeinander, aber kein Zusammenspiel im konventionellen Sinne.
Das im Jahr 2000 zum ersten Mal aufgeführte Stück ist eine über sechs Stunden dauernde Improvisationssession, bei der sieben Königinnen und Könige sich zunächst Geschichten über Königinnen und Könige erzählen, die erfunden oder erinnert werden und dann mit der Zeit zunehmend zu Geschichten über Gott und Welt werden, verkörpert von den Mitgliedern einer Kompanie, die nun schon 32 Jahre lang gemeinsam Theater spielen. Irgendwie noch immer jugendlich, sitzen sie warm angeleuchtet vom Rampenlicht auf ihren Stühlen im Nationaltheater in der Stadt Oslo.
Sie tragen billige Pappkronen und karminrote Togas. Jeder spricht immer nur so lange, wie die Mitspieler dies gestatten. Denn ständig droht dem Erzähler die Intervention eines der anderen Mitglieder der Gruppe, welches dann unmittelbar mit seiner Geschichte einsetzt, immer wie von vorn, nie als bloße Weiterführung ...
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