Once in a life-time arts events!
Die Engländer können ihr Glück nicht recht fassen. Sie sitzen hüfttief in ihrer Double-Dip-Rezession, und doch fühlt sich die Nation so gut wie seit Jahrzehnten nicht: Alle haben ein kollektiv-seliges olympisches Lächeln auf den Lippen. Zwar waren noch die letzten Vorbereitungen ein Fest logistischer Pannen und Peinlichkeiten, doch mit Danny Boyles eklektischer Eröffnungszeremonie und dem darauf nicht abreißenden Strom an Medaillen und internationalem Lob für die Insel erlebt das britische Selbstbewusstsein ein langersehntes Hoch.
Fast egal, dass wegen Angst vor Chaos und hochgeschraubten Hotelpreisen der Wirtschaftsfaktor «Londoner Normaltourismus» diesen Sommer dümpelte, wenn dafür Usain Bolt im Siegestaumel sonor in die BBC-Kameras schnurrt «London’s giving us love, thank you London». Auch die eingeschworensten Sport-Vermeider mussten irgendwann zugeben, dass man dem konzentrierten Mediensog dieser Großveranstaltung schwer widerstehen konnte und das Olympia-Feelgood-Fieber einfach ansteckt.
Das Elsterverfahren
Doch «London 2012» war mehr als nur Medaillenjubel und Sportlerschweiß. Jede Bewerbung um die olympischen Spiele verlangt heutzutage ein kulturelles Begleitprogramm. Und ...
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Theater heute Oktober 2012
Rubrik: Magazin: Theatersport, Seite 62
von Patricia Benecke
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Im ersten Raum sitzt ein Mann am Tisch und dreht einen Lolli zwischen den Fingern. Dort hingesetzt hat ihn unter dem Titel «Swap» («Tausch») der tschechische Konzeptkünstler Roman Ondak: Wer den Lutscher haben will, kann einen Gegenstand zum Tausch anbieten. Wenige Minuten später sind ein Filzstift, eine Visitenkarte, eine Banane, ein Pfandchip, eine Blechdose mit...
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