Helen Wendt (Unni) und Thomas Birklein (Alf), Foto: Stephan Walzl/Theater Oldenburg

Oldenburg: Einer von uns

Eduardo Erba «Utøya» (DSE)

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Ein Lehrerehepaar, dessen 16-jährige Tochter für ein paar Tage auf ein sozialdemokratisches Jugendcamp fährt. Zwei Dorfpolizisten, die zur Sicherheit des Camps abgestellt sind, «Präsenz zeigen», ein Routineeinsatz. Zwei Bauern, die beobachten, wie am Nachbarhof große Mengen Dünger angeliefert werden, obwohl der Pächter seine Felder gar nicht zu bewirtschaften scheint. Wir schreiben den 22.

Juli 2011, als der Rechtsradikale Anders Behring Breivik erst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel zündet, die acht Menschen tötet, und im Anschluss ein Massaker im Jugendcamp auf der 40 Kilometer entfernten Insel Utøya anrichtet. 69 Jugendliche sterben, bis die Polizei nach einer Kette von Fehlern viel zu spät am Tatort eintrifft.

Das Drama «Utøya» des italienischen Autors Eduardo Erba behandelt das Geschehen aus der Perspektive von mittelbar Beteiligten, ein ähn­licher Zugriff, wie ihn Simon Stephens in «Pornographie» anlässlich der islamistisch motivierten Anschläge 2005 in London versuchte. Allein: Erba ist kein Stephens – wo letzterer den Terror nur als Folie verwendete, vor der eine Gesellschaft in Schieflage geriet, passiert in «Utøya» das Attentat tatsächlich, wenn auch nur als ...

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Theater heute Oktober 2017
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Falk Schreiber

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