Ödön ohne Horváth

Die Salzburger Festspiele starten durch: mit einem neuen Intendanten, einer neuen Schauspielchefin, einem neuen «Jedermann» – und einem neuen Blick auf «Kasimir und Karoline»

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Selten wurde ein neuer Intendant bei den Salzburger Festspielen so sehnlich erwartet wie Markus Hinterhäuser. Das lag zunächst daran, dass der in Salzburg aufgewachsene Pianist sich bei den Festspielen als Programmmacher schon einige Meriten erworben hatte. In der Mortier-Ära kuratierte er, zusammen mit Tomas Zierhofer-Kin, die vielbeachtete Avantgarde-Musikreihe «Zeitfluss», unter Jürgen Flimm gestaltete er erfolgreich das Konzertprogramm, und 2011 war er interimistisch schon einmal Intendant gewesen.

Davon abgesehen, sprach aber noch etwas für Hinterhäuser: Er heißt weder Alexander Pereira noch Sven-Eric Bechtolf.

Denn die drei Jahre mit Pereira und die darauf folgenden zwei Interimsjahre unter Bechtolf werden wohl als großes Missverständnis in die Geschichte der Festspiele eingehen. Pereira fühlte sich in Salzburg zu wenig geschätzt und verzog sich bei erster Gelegenheit an die Mailänder Scala; Bechtolf hielt sich von der Kritik für verkannt und verantwortete trotzig zwei künstlerisch besonders uninspirierte Saisons. Es konnte also eigentlich nur besser werden.

Tobias Moretti, ein Jedermann mit Pornobrille

 
Der Neustart im Sommer 2017 fiel dann sogar noch radikaler aus als ...

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Theater heute Oktober 2017
Rubrik: Festivals, Seite 24
von Wolfgang Kralicek

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