Notizen
Prix Olympic
Nein, da irrt Peter Zadek. Nachdem er nicht zur Verleihung des «Europäischen Theaterpreises» nach Thessaloniki gekommen war, wurde ihm das Preisgeld von respektablen 30.000 Euro schlicht gestrichen. Die anwesenden Gremien-Granden der «Internationalen Vereinigung der Theaterkritiker», angeführt von Georges Banu, wollten es so. Zadek teilte verständnislos mit, er wolle den Preis für seine Theaterarbeit und nicht dafür, dass er mit Olympic Airways fliege.
Großer Irrtum: Dieser Preis wird nicht von ungefähr an einer touristisch interessanten Location mit vielen schönen Hotels vergeben, die zur Vorsaison alle nicht ausgebucht sind. Ob das sizilianische Taormina, wo der Preis 1987 zum ersten Mal vergeben wurde, oder jetzt Thessaloniki – immer ist es noch etwas zu kalt zum Baden, immer gibt es genügend freie Zimmer der gehobenen Kategorie, um vierhundert prominente Theaterleute und Journalisten gratis unterzubringen, großzügig durch EU-Gelder unterstützt, nicht zuletzt zum Wohle des örtlichen Fremdenverkehrs. Da wird persönliches Erscheinen von der Ehren- zur Hauptsache, weshalb die Statuten auch die Anreise zwingend verlangen. Entschuldigungen wie die des ...
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Laut Szenenanweisung spielt das Stück in «Marlboro Country an der Grenze des Erträglichen», in diesem Fall also irgendwo in der österreichischen Prärie. Und zwar so weit weg vom Schuss, dass der Postbote (Dominik Warta) sich nur einmal die Woche hierher verirrt. Ezra (Dominik Maringer) betreibt hier eine Kneipe, Golsch (Jan Thümer) und Der Pinguin (Franz Josef...
Nimmt man’s genau und nach Homer, steht vor der glücklichen Wiedervereinigung von Odysseus und Penelope ein großes Schlachten: Odysseus tötet die Freier, die sich während seiner 20-jährigen Kriegs- und Irrfahrten zuhause um seine Frau geschart hatten, und die illoyalen Knechte und Mägde gleich mit. Im Hamburger Malersaal, wo Klaus Schumacher in einem vierstündigen...
Ein Mann kommt auf die Bühne, setzt sich hinter das bereitgestellte Piano, greift zur E-Gitarre und zupft ein paar perlende Moll-Akkorde. Ein anderer schleppt einen Eimer Farbe herbei, zückt die Malerrolle und streicht schüchterne Linien in Schwimmbadblau auf die Leinwand. Weitere Leute, hübsch exzentrisch gekleidet, verteilen sich im Raum und fangen zu tanzen an:...
