Der kleine Vampir
Patricia Benecke«pool (no water)» kam gerade in Zürich zur deutschsprachigen Erstaufführung. Uraufgeführt wurde es aber von der britischen Theatertruppe Frantic Assembly. Wie kam es zu dem Stück?
Mark RavenhillEs war eine Auftragsarbeit für Frantic Assembly. Wir haben uns über die Jahre kennengelernt und fingen irgendwann an, über ein gemeinsames Projekt zu sprechen und worum es in dem Stück gehen könne.
Frantic, die sehr bewegungs- und tanzorientiert arbeiten, zeigten mir einen Bildband der Fotografin Nan Goldin, deren Bilder sie schon oft bei der Arbeit inspiriert haben. Mir fiel besonders eine Bilderserie ins Auge, in der sie ihre eigene Genesung dokumentierte, nachdem sie in einen Pool ohne Wasser gefallen war. Das war der Ausgangspunkt, von dem aus ich anfing zu schreiben. Das Stück hat in Zusammenarbeit mit Frantic Assembly zu seiner endgültigen Form gefunden: Wir testeten die erste Fassung eine Woche lang mit Schauspielern in einem Workshop im National Theatre Studio, worauf ich den Text nochmal überarbeitete, und auch in den Proben habe ich viel um- und neugeschrieben. Ich wollte sehen, was ich von einer Gruppe, die stärker als jede andere in England mit Bewegung und ...
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Man hat es nicht leicht als Kind von 68ern. Wie furchtbar es ist, im Trubel der Zeitläufte weitgehend ignoriert zu werden, musste sich irgendwann in Theaterstücken bemerkbar machen und kam spätestens dann zum Vorschein, als die heute Dreißigjährigen sich dem Phänomen nicht greifbarer Eltern widmeten – zum Beispiel Rebecca Kricheldorf mit der «Legende vom...
Ich will ein Feuerwerk, kein ängstliches Gepiepse! Und zweihundert Prozent Disziplin!», ruft der Musiklehrer Aaron Grahovac, und in den überfüllten Probenraum der Berliner Bettina-von-Armin-Oberschule im Märkischen Viertel zieht ein Hauch von Dieter Bohlen ein. «Wer das nicht schafft, der kann jetzt noch gehen!» Alles schweigt und schaut den schwarz gekleideten...
Der «Räuber Hotzenplotz» ist immer noch die perfekte Kindergeschichte. Zwar verweisen gestohlene Kaffeemühlen, vertauschte Mützen und strafweises Kartoffelschälen heutzutage nur noch bei den Allerkleinsten auf die wirklichen Abgründe des Lebens. Aber die Mischung des Identifikationspersonals und ihrer entsprechenden Prinzipien lässt auch Grundschulkindern nichts...
