Neue Stücke · Aufführungen
Neue Stücke
Was passiert, wenn der Bewohner einer fünfköpfigen Akademiker-WG sein Zimmer ein Jahr lang Geflüchteten zur Verfügung stellen will? Dann wird daraus eine deutsche Komödie: der potenzielle Bühnenblockbuster «Willkommen» von Lutz Hübner und Sarah Nemitz dekliniert die Konsequenzen dieser menschenfreundlichen Idee am Beispiel weiterer Menschenfreund*innen durch; Filmregisseur Sönke Wortmann inszeniert am Düsseldorfer Schauspiel die Uraufführung.
Apropos Blockbuster: Daniel Kehlmann war als Kind vom Echtzeitfilm «High Noon» fasziniert. Ähnliches versucht er nun mit seinem Terror-Verhörstück «Heilig Abend» im Theater in der Josefstadt, Regie Herbert Fröttinger. Gleich zweimal schaut Konstantin Küspert diesen Monat in die Zukunft: «das ende der menschheit» droht in der Regie von Anton Kurt Krause am Staatsschauspiel Dresden; die «Believe Busters» versuchen am Landestheater Tübingen Frieden zu stiften. Alexander Eisenachs «Der Zorn der Wälder» handelt von einem radikalen Aussteiger, Marco Storman inszeniert in Bonn. Kay Voges knüpft im Dortmunder Megastore mit «hell/ein Augenblick» an das Spektakel der «Borderline-Prozession» an. Rebekka Kricheldorf schreibt für das ...
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Theater heute Februar 2017
Rubrik: Daten, Seite 54
von Red.
Guter Wechsel» – mit dieser Ankündigung trat die national-konservative Partei «Recht und Gerechtigkeit», kurz PiS, im Herbst 2015 ihre Regierungszeit in Polen an. Wie sich dieser Wechsel gegenwärtig auf die Theaterlandschaft des Landes auswirkt, kann am deutlichsten am Beispiel des Teatr Polski in Wrocław (Breslau) beobachtet werden. Das Haus war in den letzten...
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Shakespeare für Eilige, für Manager oder zum Einschlafen: Die Sucht, Klassiker einzudampfen und zu kompilieren, treibt aberwitzige Blüten. Zur Erweiterung des Zitatenschatzes und der Halbbildung wird da Weltliteratur zerpflückt und zerstückelt und in Häppchenform weitergereicht. Das Theater macht mit: Als eine Art Hochkultur-Medley kamen da schon mal «Sämtliche...
