Mit den Körpern weiter denken

Barbara Mundel und ihr neues Team öffnen die Münchner Kammerspiele trotz Lockdown für Begegnungen der besonderen Art

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Stellt euch vor, ein Theater wird eröffnet und keiner darf hin! Gerade mal drei Wochen konnte Barbara Mundel ihr neues Haus bespielen, zunächst noch vor knapp 200 Zuschauern, dann sind per Dekret der bayerischen Staatsregierung nur noch 50 erlaubt – für Mundel ein Akt kompletter Willkür –, und seit dem 2. November setzt die bundesweite Komplettschließung erst einmal einen vorläufigen Schlusspunkt unter die aufkeimende Anfangseuphorie und alle Debatten um tadellos umgesetzte Hygienekonzepte.

Das aufmüpfige Motto der Spielzeit «Die Wirklichkeit nicht in Ruhe lassen» scheint zu einem Bumerang zu werden. Dabei wäre ein rundlaufender Start als Anknüpfung und Abgrenzung vom zuletzt höchst erfolgreichen Programm Matthias Lilienthals natürlich wichtig gewesen. Einfach ruhigstellen lässt sich die neue Crew jedoch nicht, zumal sich ohnehin vieles, angefangen von der Webpräsenz, noch im Um- und Aufbaustadium befindet. Dort lässt sich, wenn auch nicht immer auf den ersten Blick, bereits vieles entdecken, digitale Programmhefte beispielsweise oder die von Ensemblemitglied Wiebke Puls konzipierte Podcast-Serie «AmA ohne Maske», in der Schauspieler*innen mal ganz anders als in üblichen ...

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Theater heute Januar 2021
Rubrik: Start Münchner Kammerspiele, Seite 12
von Silvia Stammen

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