Mehr als ein Label

Isabelle Redfern plädiert dafür, Diversität wirklich ernst zu nehmen – um Rechtsextremen nicht in die Hände zu spielen

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Theater verteidigen mit einem partizipativen Ansatz nicht nur meine oder unsere Rechte (also die Rechte von BPoCs bzw. allen Menschen, die gruppenspezifischen Diskriminierungen ausgesetzt sind), sie verteidigen die Demokratie im Allgemeinen.

Zwischen 20 und 30 Prozent der Deutschen wählen rechtsextrem.

Deshalb gehen seit dem Bekanntwerden der «Remigrationspläne» viele Menschen auf die Straße, um die Demokratie zu vertei -digen. Sie verteidigen damit auch die «Freiheit der Kunst» (laut Art.

5, Absatz 3 des Grund -gesetztes) und somit die Theater, in denen wir Kunst schaffen, kontroverse Thesen auf die Bühne bringen, sehr unterschiedliche Ästhetiken wagen, wo über Religion, Sexualität, Lebens- und Denkweisen gesprochen und gestritten werden darf. Wo Anderssein ein Recht haben sollte. Damit meine ich sowohl diese Ansichten und Ästhetiken als auch kulturelle Prägungen oder Körper: Körper mit Behinderung, weiblich gelesene Körper, queere Körper, Transkörper, nichtweiß gele -sene Körper, Schwarze Körper … ihr wisst schon.

Auf jede politische Bewegung Richtung Freiheit und Teilhabe von sogenannten Randgruppen folgt ein Backlash, das zeigt die Geschichte. Hat das Theater also den ...

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Theater heute Jahrbuch 2024
Rubrik: Ärgernisse, Seite 95
von Isabelle Redfern

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