Mehr als ein Label
Theater verteidigen mit einem partizipativen Ansatz nicht nur meine oder unsere Rechte (also die Rechte von BPoCs bzw. allen Menschen, die gruppenspezifischen Diskriminierungen ausgesetzt sind), sie verteidigen die Demokratie im Allgemeinen.
Zwischen 20 und 30 Prozent der Deutschen wählen rechtsextrem.
Deshalb gehen seit dem Bekanntwerden der «Remigrationspläne» viele Menschen auf die Straße, um die Demokratie zu vertei -digen. Sie verteidigen damit auch die «Freiheit der Kunst» (laut Art.
5, Absatz 3 des Grund -gesetztes) und somit die Theater, in denen wir Kunst schaffen, kontroverse Thesen auf die Bühne bringen, sehr unterschiedliche Ästhetiken wagen, wo über Religion, Sexualität, Lebens- und Denkweisen gesprochen und gestritten werden darf. Wo Anderssein ein Recht haben sollte. Damit meine ich sowohl diese Ansichten und Ästhetiken als auch kulturelle Prägungen oder Körper: Körper mit Behinderung, weiblich gelesene Körper, queere Körper, Transkörper, nichtweiß gele -sene Körper, Schwarze Körper … ihr wisst schon.
Auf jede politische Bewegung Richtung Freiheit und Teilhabe von sogenannten Randgruppen folgt ein Backlash, das zeigt die Geschichte. Hat das Theater also den ...
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Theater heute Jahrbuch 2024
Rubrik: Ärgernisse, Seite 95
von Isabelle Redfern
Auch wenn das Schiff hart stampft und einen unsicheren Schritt tut, steh ruhig auf Deck.» Ist dies die poetische Definition von Resilienz? Jenem seit der Jahrtausendwende so populär gewordenen Begriff, den der US-amerikanische Psychologe Jack Block in den 1950er Jahren prägte. Zur gleichen Zeit also, in der Ingeborg Bachmann ihr Gedicht «Ausfahrt» schrieb, aus dem...
A Sina Ahlers
Milch & Schuld (Staatstheater Kassel)
Emre Akal
nach Henrik Ibsen: Barrrbie ein Puppenheim (Thalia Theater Hamburg)
Sally Anger
Blockflötenkomödie (AT) (Junges Nationaltheater Mannheim)
B Olga Bach
Im Ferienlager (Schauspiel Stuttgart)
Ingeborg Bachmann und Max Frisch
Wir haben es nicht gut gemacht. Nach dem Briefwechsel (Schauspiel Frankfurt)
L...
Vor ein paar Wochen hatten wir die Leseprobe eines Stücks, dessen Probenstart für November angesetzt war. Der künftige Regisseur saß dabei mit seiner künftigen Besetzung, dem Übersetzer, der Dramaturgie und der Intendantin. So werden oft künstlerische Entscheidungen bei uns in Tel Aviv getroffen. In diesem Fall schienen sich alle anwesenden Kollegen in das Stück...
