Marika links, Marika rechts

Andrzej Stasiuks «Warten auf den Türken» ist eine Grenzerfahrung 20 Jahre nach der Wende. Im Krakauer Stary Teatr wurde sie im Rahmen des Goethe-Institut-Projekts «After the Fall» uraufgeführt. Ein Reisebericht vom östlichen Rand Europas.

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Im freundlichen Hotel, das das Krakauer Goethe-Institut den deutschen Journalisten und Theaterleuten zur Premiere von Andrzej Stasiuks Grenzland-Farce «Warten auf den Türken» reserviert hat, liegt eine praktische kleine Broschüre in englisch aus, «locally produced»: «Krakow in your pocket».

Sie enthält unzählige Restauranttipps für die unzähligen Restaurants in der bildschönen galizischen Touristenstadt, und sie enthält ein Kapitel «How to get around», das den ausflugswilligen Besucher das Fürchten lehrt: 

Polen, so heißt es da, gehöre zu Europas «leading nations in road fatalities» ... Die tödliche Kombination erbärmlicher Straßen mit Fahrern, die auf nichts und niemand Rücksicht nähmen, hätten als Resultat «the common sight of mangled wreckages of cars around the country». 

 

Gewitzt durch die vorbereitende Lektüre von Stasiuk-Essays ahnen wir zwar: Welche Klischees auch immer in unseren deutschen Köpfen über das Nachbarland Polen herumspuken – sie sind nichts gegen die Begeisterung, mit denen Polen selbst sich in einer Mischung aus Selbsthass und -überhöhung an den über sie existierenden Stereotypen zu weiden vermögen. Aber sollen wir, so gewarnt, tatsächlich die geplante Fahrt ...

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Theater heute August/September 2009
Rubrik: Das Stück, Seite 52
von Barbara Burckhardt

Vergriffen
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