«Man muss darauf bestehen, dass Theater sich nicht rechnet»
TH Sie haben alle drei in den letzten Jahren ein Theater geleitet – bei Stefan Bachmann liegt es schon ein bisschen länger zurück –, und starten in Ihre jeweils zweite Intendanz. Neue Stadt, neues Theater, neues Publikum, neue Teams. Neues Glück. Erste große Frage: Was wollen Sie beim zweiten Mal anders machen?
Stefan Bachmann Bei mir ist offensichtlich, dass einiges anders sein wird als damals in Basel, weil zehn Jahre dazwischen liegen.
Ich war damals Anfang 30, mein Theaterhorizont war noch sehr subjektiv, ein Generationswechsel lag in der Luft, und es war ganz einfach, die Leute auf Augenhöhe zu finden, die diesen Wechsel gestalten wollten. Das war sehr ungestüm, sehr persönlich und abenteuerlich; das ging auch in Teilen – wenn ich mal etwas selbstkritisch bin – an der Idee von Stadttheater vorbei. Man ist ja als einzige Kirche im Dorf auch für die Bürger da und nicht nur für die Theaterfreaks. Dieser breitere Fächer, den Begriff Stadttheater weiter zu fassen – das kommt jetzt in Köln sicher mehr zum Zug als damals. Das ist ja auch der Spaß daran: Was Theater kann und soll in einem breiten Spektrum zu zeigen.
TH Gibt es einen größeren Fehler aus Basel, der sich auf keinen Fall ...
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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Das zweite Mal, Seite 90
von
Er hat einfach zu viel erlebt in seiner Laufbahn. Das Problem mit ihm ist, dass er bereits siebzig Jahre existiert und den Erfahrungshorizont eines Siebzigjährigen hat, aber im Körper eines Neunzehnjährigen gefangen ist. Er ist inzwischen keine Projektionsfläche mehr, sondern ein vielschichtiger Charakter. Das können wir nicht brauchen.»
New York City im Jahr 1941....
Immer noch versammeln wir uns in und vor Guckkastenbühnen, um den Menschen zu betrachten. Aber es gibt auch offenere Situationen, in denen die Zuschauer sich auf der Bühne befinden und sich mit den Akteuren mischen, selbst zu Betrachteten oder zu
aktiven Teilnehmern werden. Es gibt Theater, das keine Bühne braucht, sondern sich an öffentlichen Orten ereignet und...
We’re in the money!», jubelt Ginger Rogers auf der Tonspur. Die Performer des Nature Theaters of Oklahoma halten strahlend ihre Gesichter in die Kamera, lassen Dollarscheine regnen und räkeln sich zwischen Ein- und Zehn-Dollar-Noten auf dem Boden. «Ekstase!», ruft Regisseur Pavol Liska.
Mit der Video-Parodie auf den US-amerikanischen Musical-Klassiker «Gold...
