Innovation und Stabilität

Sechs Jahre lang hat Karin Beier das Schauspiel Köln geleitet und ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt: durch künstlerische Arbeit und politischen Kampf. Eine Bilanz

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Als Karin Beier 2007 in Köln ihre erste Spielzeit als Intendantin begann, war nicht nur das Schauspiel Köln in einer unglücklichen Lage. Das deutsche Stadttheatersystem stand in der Kritik von zwei Seiten: zu teuer bei zu geringer gesellschaftlicher Resonanz, kritisierte die Kommunalpolitik (und deren Transmissionsriemen, die Kulturpolitik); zu unbeweglich, zu konservativ, ästhetisch veraltet, bemängelte die Allianz aus Theaterwissenschaft und Freien Gruppen.

Nach sechs Jahren, am Ende der Intendanz Karin Beiers, nach neun Einladungen zum Theatertreffen, drei Wahlen zum Theater des Jahres, ist der Erfolg des Schauspiels Köln unübersehbar. Wenn es also eine Antwort des deutschen Stadttheaters, des öffentlich finanzierten Theaters mit festem Ensemble, auf die Kritik an seiner Existenz, Ästhetik und Organisation gibt, müsste sie in Köln zu finden sein.

 

To do 1–5: erledigt!

Die zu Beginn von Karin Beiers Intendanz üblichen Vorwürfe waren in etwa: 1. mangelnde Vernetzung mit freien Gruppen und anderen Künsten, 2. mangelnde Kooperation der Stadttheater untereinander, 3. mangelnde Berücksichtigung der kulturellen Vielfalt der deutschen Bevölkerung, 4. mangelnde Internationalisierung, 5. ...

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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Theater des Jahres, Seite 128
von Gerhard Preußer

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