Liebe Leserinnen und Leser
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Nach zehn Jahren haben wir das Erscheinungsbild von «Theater heute» gründlich überarbeitet. Das abbildungsfreundliche Heftformat, deutlich breiter als die üblichen DIN-Formate, wird im Layout wieder aufgenommen, die Schrift läuft lesbarer, drohende Bleiwüsten werden systematisch bewässert.
Da die klassische Schwarz/Weiß-Theaterfotografie im Digitalzeitalter fast verschwunden ist und selbst bei schwierigen Bühnenlichtverhältnissen Farbfotos mittlerweile hohe Auflösungsqualität bieten, kann der Bildanteil im Heft wachsen, und große Farbstrecken werden künftig in «Theater heute» die Regel sein.
Chronik und Magazin haben wir besonders überarbeitet: kür-zere, pointierte Texte ermöglichen mehr Vielfalt und Übersicht, das bisher sehr kompakte Inhaltsverzeichnis ist erweitert; das Stück liegt nun bei und kann leicht herausgenommen werden. So viel zum Äußeren.
Auch das Theater verändert sich. Das deutschsprachige Stadttheater hat sich besser bewährt, als noch Anfang der Neunziger zu befürchten war; das Menetekel der Schiller-Theater-Schließung in Berlin ist ein Einzel(sünden)fall geblieben. Aber die Zahl der Schauspieler im festen Ensemble ist in den ...
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Wieviele Leben stecken in einem Leben?
Manchem hätte es schon für’s ganze Dasein gereicht, was der gebürtige Ungar György Tabori in seiner Budapester Kindheit, in seinen jungen Jahren in Berlin und dann in der Emigration als Auslandskorrespondent und als Mitarbeiter des britischen Secret Service (Deckname: Captain George Turner) auf dem Balkan, in Istanbul,...
Theater heute Das Theater hat sich verändert und fordert mehr Flexibilität von seinen Schauspielern. Einerseits in Richtung Performance und soziokulturelle Verantwortung, andererseits in Richtung Film und Fernsehen. Ulrich Matthes, entspricht das auch Ihrer Berufserfahrung? Hat sich überhaupt so viel verändert?
Ulrich Matthes Ich bin ja geradezu ein Paradepferdchen...
Es gibt Heerscharen von Schauspielern hier am Rio de la Plata. Sie stehen Abend für Abend auf einer von nahezu vierhundert Bühnen, verdienen mit Schauspielunterricht etwas Geld und halten sich mit anderen Brotjobs über Wasser. Und es gibt diese Mischwesen, die gleichzeitig Autor, Regisseur und Schauspieler sind. Alejandro Tantanian ist einer der bekanntesten. Und...
