Liebe Leserinnen und Leser
Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Nach zehn Jahren haben wir das Erscheinungsbild von «Theater heute» gründlich überarbeitet. Das abbildungsfreundliche Heftformat, deutlich breiter als die üblichen DIN-Formate, wird im Layout wieder aufgenommen, die Schrift läuft lesbarer, drohende Bleiwüsten werden systematisch bewässert.
Da die klassische Schwarz/Weiß-Theaterfotografie im Digitalzeitalter fast verschwunden ist und selbst bei schwierigen Bühnenlichtverhältnissen Farbfotos mittlerweile hohe Auflösungsqualität bieten, kann der Bildanteil im Heft wachsen, und große Farbstrecken werden künftig in «Theater heute» die Regel sein.
Chronik und Magazin haben wir besonders überarbeitet: kür-zere, pointierte Texte ermöglichen mehr Vielfalt und Übersicht, das bisher sehr kompakte Inhaltsverzeichnis ist erweitert; das Stück liegt nun bei und kann leicht herausgenommen werden. So viel zum Äußeren.
Auch das Theater verändert sich. Das deutschsprachige Stadttheater hat sich besser bewährt, als noch Anfang der Neunziger zu befürchten war; das Menetekel der Schiller-Theater-Schließung in Berlin ist ein Einzel(sünden)fall geblieben. Aber die Zahl der Schauspieler im festen Ensemble ist in den ...
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Der Theatermacher
Einige aufregende Jahre lang hatten Münchens Theaterfreunde Grund, den Stockholmer Steuerfahndern dankbar zu sein. Im Februar 1976 floh der damals schon weltberühmte Schauspielregisseur und Filmschöpfer vor dem rabiaten schwedischen Fiskus nach Deutschland, zum Münchner Residenztheater. In seiner Heimat war er während einer Theaterprobe wegen...
Eine zwiespältige Einladung ist das, wenn sich Theaterleute in «Theater heute» über die Kritik und ihr Verhältnis zum Theater äußern sollen. Denn wer als zweiter zieht, zieht immer den Kürzeren. Kritiker zu kritisieren, die einen auch schon mal schlecht besprochen haben, kann schnell etwas Beleidigtes bekommen. Und «die» Kritik gibt es ja auch gar nicht. Und wäre...
Berlin ist nicht gerade reich an unverwechselbarer Architektur und städtebaulichen Gesten. Die zwischen 1925-1930 errichtete Hufeisensiedlung ragt jedoch bis heute aus dem gebauten Allerlei heraus. Der Architekt Bruno Taut (1880-1938) entwarf als deren Zentrum eine geschlossene dreistöckige Bebauung, die sich hufeisenförmig, daher der Name, um eine eiszeitliche...
