Schmalspur-Bregenz

Ewan Forster und Christopher Heighes romantisieren Bruno Taut in Berlin Britz: «Die Erde – eine gute Wohnung»

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Berlin ist nicht gerade reich an unverwechselbarer Architektur und städtebaulichen Gesten. Die zwischen 1925-1930 errichtete Hufeisensiedlung ragt jedoch bis heute aus dem gebauten Allerlei heraus. Der Architekt Bruno Taut (1880-1938) entwarf als deren Zentrum eine geschlossene dreistöckige Bebauung, die sich hufeisenförmig, daher der Name, um eine eiszeitliche Senke samt grundwassergespeistem Teich legt – ein Hortus conclusus und Amphitheater zugleich.

Noch in den 50er und 60er Jahren für Volksversammlungen und Festivitäten der Neuköllner SPD genutzt, sank der Ort trotz denkmalgerechter Sanierung in den 80er Jahren in einen Dornröschenschlaf.

Das sollte sich nun mit den seit 1993 in England zusammenarbeitenden Performern Ewan Forster und Christopher Heighes ändern: Sie präsentierten dort im September auf Ein­ladung des Theaters Hebbel am Ufer ihr Projekt «Die Erde – eine gute Wohnung», das sich neben der Architektur auch Texten von Bruno Taut verpflichtet sah. Um es vorweg zu sagen: Wenn Architektur mehr mit Theater zu tun hat, als dass die Architektur dem Theater einen Kasten für die Bühne hinstellt, dann hat der Eineinhalbstundenabend gründlich enttäuscht. Dass Architektur über ...

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Theater heute Oktober 2007
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Max Glauner

Vergriffen
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