Schmalspur-Bregenz
Berlin ist nicht gerade reich an unverwechselbarer Architektur und städtebaulichen Gesten. Die zwischen 1925-1930 errichtete Hufeisensiedlung ragt jedoch bis heute aus dem gebauten Allerlei heraus. Der Architekt Bruno Taut (1880-1938) entwarf als deren Zentrum eine geschlossene dreistöckige Bebauung, die sich hufeisenförmig, daher der Name, um eine eiszeitliche Senke samt grundwassergespeistem Teich legt – ein Hortus conclusus und Amphitheater zugleich.
Noch in den 50er und 60er Jahren für Volksversammlungen und Festivitäten der Neuköllner SPD genutzt, sank der Ort trotz denkmalgerechter Sanierung in den 80er Jahren in einen Dornröschenschlaf.
Das sollte sich nun mit den seit 1993 in England zusammenarbeitenden Performern Ewan Forster und Christopher Heighes ändern: Sie präsentierten dort im September auf Einladung des Theaters Hebbel am Ufer ihr Projekt «Die Erde – eine gute Wohnung», das sich neben der Architektur auch Texten von Bruno Taut verpflichtet sah. Um es vorweg zu sagen: Wenn Architektur mehr mit Theater zu tun hat, als dass die Architektur dem Theater einen Kasten für die Bühne hinstellt, dann hat der Eineinhalbstundenabend gründlich enttäuscht. Dass Architektur über ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wieviele Leben stecken in einem Leben?
Manchem hätte es schon für’s ganze Dasein gereicht, was der gebürtige Ungar György Tabori in seiner Budapester Kindheit, in seinen jungen Jahren in Berlin und dann in der Emigration als Auslandskorrespondent und als Mitarbeiter des britischen Secret Service (Deckname: Captain George Turner) auf dem Balkan, in Istanbul,...
Eine seiner Geschichten, die er öfter erzählte, als ihr unbedingt gut tat, war der Stuka-Angriff auf den Hafen von Malta, wo die englischen Kriegsschiffe lagen: Wie sich der Bomber mit drohendem Geheul auf die Stadt stürzte, wie die Menschen auf dem Marktplatz als kleine Ameisen panikartig auseinanderspritzten, wie der Pilot die Maschine im letzten Moment wieder...
In Zeiten der You-Tube-Kunsthäppchen sind sie längst zum Gebot der Stunde geworden: die Klassiker in handlichen Formaten. Knackiger Content in maximal 90 Minuten (Schallmauerwert)! Der Schauspieler und Jungregisseur Christian Hockenbrink, Jahrgang 1975, kann es schneller. Auf der Durchreise nach Frankfurt und Stuttgart, wo er nächste Spielzeit inszenieren wird,...
