Lach dich tot, Gesellschaftskrise!
und schlägt, schlägt «scheiße» schreiend, da die türe zu, die raus führt ins foyer. und hört man durch die tür, von draußen hört man noch den unmut des besuchers, dem das geschehen da im bühnenraum so wenig ruhe ließ, dass er nicht anders konnte, als den saal dann zu verlassen. nicht ohne es, das publikum, und die akteurInnen da oben auf der bühne seinen unmut über all das dargebrachte spüren auch zu lassen.
und lehnt mein freund, der mit mir mitgelaufen ist, da ins theater, der eigentlich doch aus der bildenden, aber ein glühender theatermitläufer ist, lehnt sich zu mir herüber, und flüstert er mir jetzt zu, dass das das schöne ist. das ist das schöne, dass sich da im theater die leute echauffieren noch. dass ihm das bisher noch bei keiner ausstellungseröffnung untergekommen, dass, egal wie sehr die bilder das auge ästhetisch auch beleidigten, dass niemand dort schreiend den raum verlassen würd, ja dass die meisten dann dort bleiben würden, um einen spritzwein sich da vor den hässlichsten wanddekorationen hinter ihre gurgeln dann zu gießen, anstatt «scheiße» schreiend, türeknallend die galerie auch zu verlassen. dass diese qualität des theaters, dass es einen eben anders angeht, ...
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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Bücher, Seite 42
von Ferdinand Schmalz
Sie stakst als Schillers Elisabeth auf blauen Stilettos so sicher über die Bühne, als wären es Arbeitsstiefel – mit böse blitzenden Augen, immer bereit zur giftigen Attacke. Legt in «Ökozid» als Anwältin der Klägerstaaten eine solche Wutperformance hin, dass man ein bisschen Angst kriegt vor so viel freiradikal sich entfaltender Energie. Sie zeigt als Istanbuler...
WWW.ARDMEDIATHEK.DE
bis Januar 2025, Ein Mann seiner Klasse
Fernsehfilm, Deutschland 2024, Regie Marc Brummund Nach dem autobiografischen Roman von Christian Baron erzählt der Film über seine von Armut und Ungleichheit geprägte Jugend in Kaiserslautern.
WWW.ARTE.TV
bis 2027., Ein Volksbürger. Politische Farce mit Fabian Hinrichs
Aufzeichnung der Inszenierung von...
Auf der Bühne stehen drei Plastikkinderstühle, die hölzernen Zuschauerbänke ringsum sind so hoch, dass auch ausgewachsene Menschen mit den Beinen baumeln müssen. Kinderperspektive. Ralph Tharayil beschreibt in seinem Romandebüt «Nimm die Alpen weg» eine Kindheit in der Schweizer Provinz mit südindischen Eltern. Derzeit ist Tharayil Hausautor bei den Bühnen Bern....
