Kunst mit Wohlfühlfaktor

Auf dem Rodeo-Festival präsentiert sich die Münchner Freie Szene vielseitig um Harmonie bemüht – und manchmal auch ein bisschen harmlos

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Eine Künstlerin allein in der Wüste, eine Mutter im Multitasking-Kollaps mit Happening-Happy-End, ein Mann mit der ganzen Last seiner Kindheit auf den Schultern – drei starke Einzelkämpferpositionen auf der 8. Ausgabe des Rodeo-Festivals für Tanz, Theater und Performance, die im vergangenen Oktober an verschiedenen Spielorten in München Zeichen setzte für vielfältiges Wachstum und Resilienz in Zeiten von nun auch hier drohenden Sparmaßnahmen.

Elf Wiederaufnahmen aus den letzten Jahren und eine Uraufführung bildeten den Kern des von Ute Gröbel und Antonia Beermann von der Spielstätte HochX und der Dramaturgin Anna Donderer vom Kulturbüro Rat & Tat zum zweiten Mal verantworteten Showcase, das mit einer Liebeserklärung der Kuratorinnen an «die Freie Szene» begann und in der Folge Körper-Politiken, diversere Publika und niedrigschwellige Zugänglichkeit für alle in den Fokus stellte.

Erstmals waren mit «Things am Ende der Welt» von Alfredo Zinola und «Hey Körper» der Tänzerin Sahra Huby zwei Kinder-Tanzstücke mit am Start. Das O-Team lud mit «Nachtstück N°5» zum kollektiven Sleep-in mit Live-Traumeinlagen, das choreografische Duo Rykena/Jüngst befragte in «Transfigured» nicht nur ...

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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Silvia Stammen

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