Köln bleibt Köln! Das Theater des Jahres
Das Schauspiel Köln ist Meister in allen Klassen: Im Theater des Jahres spielt die Schauspielerin des Jahres, Lina Beckmann, und Intendantin Karin Beier hat die Inszenierung des Jahres, Elfriede Jelineks «Das Werk/Im Bus/Ein Sturz», eingerichtet. Zuverlässig im Hintergrund steht Chefdramaturgin Rita Thiele: ein Porträt!
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: 7, Seite 126
von
Ich habe schon das Sekundärdrama erfunden, und jetzt erfinde ich meinetwegen auch noch das Parasitärdrama (man kann es auch Schmarotzerdrama nennen), nein, leider habe nicht ich es erfunden. Ich habe es nicht einmal bewußt gefunden. Ich bin auch schon einmal ein bißchen Abfall für alle gewesen, was absolut gestimmt hat, es war mir nur nicht eingefallen, auch nicht...
1. Wut
Muss man trennen von Zorn und Empörung. Zorn weiß sich legitim. Die Diskrepanz zwischen dem, was das Rechtsempfinden weiß, und der Realität des Rechts ist stabil. Wut ist dagegen trauriges Tasten und Tappen im Dunkeln auf der Suche nach Legitimität und einer dumpfen Ahnung von der Maßlosigkeit ihres Gegenübers. Empörung ist die Auffrischung eines älteren...
Mein aktuelles Lieblingsstück gefällt mir so gut, dass ich eigentlich gar nichts verraten möchte. Ich will versuchen, möglichst unzusammenhängende Information zu geben. Der Titel darf genannt werden. Er ist geheimnisvoller als der nebulöseste Kommentar sein kann: «The Ritual Slaughter of Gorge Mastromas». Es existiert noch keine offizielle Übersetzung davon. Der...
