Keine Änderungen
Es ist nicht so, dass ich die Fragen, die zu diesem und anderen Beiträgen der Anlass waren, nicht nachvollziehen könnte, ganz im Gegenteil: Was soll anders werden nach der Krise? Was bleiben? Souverän ist nicht, wer über den Ausnahmezustand verfügt …
Zunächst einmal aber war der Beginn der Covid-19-Krise ein gigantischer Verwaltungsakt.
Es brauchte Regeln (wer arbeitet noch, wie und wo?), politisches und bürokratisches Verstehen und Verständnis (für Kurzarbeitsmodelle und Vorgaben von Politiker*innen, die auch nicht so genau wussten), und dann später das Bangen, ob die Subventionen sicher sind – sie sind es, DANKE! –, Diskussionen darüber, wie die zu erwartenden Mindereinnahmen kompensiert werden – Ausgang noch immer offen! Kosten für Infrastruktur und Personal können wir nicht allein aus den Subventionen decken, wir sind auf Ticketerlöse, Sponsoring und Fundraising, Einnahmen aus Vermietungen angewiesen. Ich würde von einer strukturellen Unterfinanzierung sprechen, die jetzt, wieder einmal, offenkundig wird – und sparen geht immer nur in der Kunst! Gerade wegen des Ausnahmezustands brauchte es souveräne, umsichtige und klare Entscheidungen (z.B. im Umgang mit Verträgen von ...
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Theater heute Jahrbuch 2020
Rubrik: Antworten auf die Zukunft, Seite 62
von Benjamin von Blomberg
Ich bin nicht souverän. Kann es nicht sein, noch immer nicht, obwohl die Freiräume wieder größer werden. Die Zeit arbeitet für uns, denkt man, beruhigt man sich. Ja, wir werden wieder Theater spielen. Der Spuk wird ein Ende haben. Aber souverän? NEIN. Ich schaffe das nicht, denn ich muss zugeben, dass ich verstörende Tendenzen in meiner Psyche entdecken musste, auf...
Wie wir ausschauen? Fünf Kilo, mindestens. Wahrscheinlich acht. Wenn wir so weiterfressen, kriegen wir noch eine Postleitzahl. Bald ist unsere Anziehungskraft so groß, dass Monde um uns kreisen. Dabei war für uns extrem attraktive Menschen die Maskenpflicht anfangs eine enorme Benachteiligung. Und jetzt? Mir passt keine Hose mehr.
Seit der Paketzusteller unsere...
Die Fleischfabrik wurde geschlossen und in die Luft gesprengt. Die Autofabrik wird demnächst auch dicht gemacht. Ein Toter liegt dort. Erschossen. Ashbury Park, New Jersey, ist ein trauriges Fleckchen Erde. Eine kleine, schmutzige Industriestadt, hätte man früher mal dazu sagen können, und es hätte beinahe nett geklungen. Jetzt gibt es nur noch den Schmutz. Und...
