Kategorie Mittelstand

Andreas Marbers «Die Beißfrequenz der Kettenhunde»

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Zum Schluss plant einer sein Verschwinden. Er wird keine Spuren hinterlassen, keine Geschichte schreiben, sich unsichtbar machen. Niemand wird ihn vermissen, niemand wird nach ihm fragen, da er längst ausgeschieden ist aus dem System, das die Gesellschaft zusammenhält, aus den wirtschaftlichen und sozialen Zusam­menhängen, die sie definieren.

Natürlich kennen wir sie, die Theorien über Kapitalismus, Globalisierung und das geschundene Individuum.

Wir wissen, dass der Mensch mit seiner labilen Psyche den ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit hinterher hinkt und identifizieren Orientierungslosigkeit und Zusammenbruch mühelos als signifikante Zustände des modernen Individuums. Für das dritte Jahrtausend sind wir bestens gerüstet, wir Fachleute der Debatten um Beschleunigung, Regellosigkeit, Mobilität und Flexibilität. 

Andreas Marber gelingt in seinem neuesten Stück das Kunststück, diese Themen zu vertiefen, indem er sie dem flachen Genre der Komödie zum Fraß vorwirft und eine grim­mige Tragödie in den Menschen entzündet. In ihren Abgründen offenbaren sich Brutalität und Lächerlichkeit, Verlorenheit und Verletzlichkeit. Es bleibt ihnen nichts als Scheitern – an ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 166
von Sonja Anders

Vergriffen
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