Katastrophe als Chance

Carmen Wolfram über Fritz Kater «5 morgen»

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Für Fritz Kater bedeutet Schreiben nicht nur die Entwicklung neuer Verfahren der Anordnung und Bearbeitung von Wortmaterial, sondern immer eine besondere Art des Verdichtens, des Zuspitzens eigener Wahrnehmung von Wirklichkeit.

«5 morgen», sein neuer Text, schildert eine Welt, in der das Effizienz-Dogma nicht nur die Märkte, sondern vor allem das Menschenbild mit seiner Winner-Anthropologie beherrscht. Dass diese Idee nicht zwangsläufig Sieger hervorbringt, sondern in die mögliche Vernichtung der Gattung mündet, beschreibt er als tragisch-komische (Zukunfts?-) Vision.

«Es waren die besten Zeiten, es waren die schlimmsten Zeiten, ein Zeitalter der Weisheit und ein Zeitalter der Torheit, eine Epoche des Glaubens und eine Epoche des Unglaubens, eine Zeit des Lichts und eine Zeit der Finsternis: es war der Frühling der Hoffnung und der Winter der Verzweiflung; wir hatten alles, wir hatten nichts vor uns; wir steuerten alle unmittelbar dem Himmel zu und auch alle unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, diese Zeit war der unsrigen so ähnlich, dass einige der lautstärksten Autoritäten im Guten wie im Bösen nur den Superlativ auf sie angewendet wissen wollen.»

Das ...

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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 173
von Carmen Wolfram

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