Ins wunderbare Rom
Es heißt, Menschen könnten sich ändern. Aber eigentlich geschieht das so selten, dass Ausnahmen gerne in Kinofilmen und Romanen inszeniert werden, wo sie immer zu großen Rührstücken geraten. Wenn es tatsächlich möglich ist, dass ein Mensch sein Verhalten ändert – und zwar zum Positiven –, dann packt das den Zuschauer an seiner weichsten Stelle. In unserer erlernten Verhaltenswelt sagt die Erfahrung nämlich meistens das, was Shirley Bassey einst sang: «It’s all just a little bit of history repeating».
Manchmal geschieht aber doch Wunderliches: Eine Person verwandelt sich plötzlich vor allen Augen in eine aufregende Persönlichkeit. Dinge, die vorher nervten, erscheinen nun interessant, die Körpersprache, die einst eitel und übertrieben wirkte, besitzt nun die Aura von mutig und energisch, das Geschwätz von gestern bekommt die schillernde Tiefe von Lebenserfahrung und verarbeiteten Schmerzen. Und am eindrücklichsten ist diese Verwandlung, wenn man sie nur sehr schwer an Einzelheiten festmachen kann, denn radikale Veränderungen – das weiß auch jeder – reproduzieren nur die alten Fehler in neuen Fratzen, oder sie sind von kurzer Dauer.
Richtig genervt hat früher Thomas Schmauser. Er war ...
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Das Theater», so lautet das Credo von Kurt Hübner auch heute noch, «sollte versuchen, zur Qualität zu aktivieren, Maßstäbe zu setzen, die Mit-telmäßigkeit bloßzustellen und die
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