In Raum und Zeit

Kay Voges’ «Die Parallelwelt» verschaltet das Berliner Ensemble mit dem Dortmunder Schauspielhaus, und Karen Breece recherchiert «Auf der Straße»

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So einen Saisonauftakt wünscht man sich doch! So ein großes Get Together. Zwei der ersten Häuser ihrer jeweiligen Re­gionen schlagen eine Schneise durch die Republik und finden zum multimedialen Großevent zusammen: «Die Parallelwelt», parallel erarbeitet am Theater Dortmund und Berliner Ensemble, parallel aufgeführt, abgefilmt und live versendet auf die jeweils andere Bühne. Mit zweimal sieben Spieler*innen, die zu den feinsten an ihren Theatern gehören, mit zweimal Statisterie, Videoteams, Backstage-Armada.

Alles koordiniert und inszeniert von Kay Voges, dem «Medienbeauftragten des Gegenwartstheaters», wie ihn die «Süddeutsche Zeitung» leicht spöttisch nennt. Wochen vorher schon rollte das Social Media Marketing die digitalen Teppiche aus. Und alle kamen. Das Stadttheater hat ja viel zu oft etwas Verdruckstes und Kleinmütiges. Da tut der Wille zum Blockbuster gut.

Und keinen Deut kleiner als in den Vorankündigungen geht’s denn auch auf den Bühnen parallel los. Mit einem Prolog, der die gesamte Globalisierungsgeschichte von der Seefahrt der älteren bis zur Ingenieurskunst der jüngeren Vergangenheit umfasst: «Die Geschichte», so lässt uns die Stimme von Josefin Platt (aus dem ...

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Theater heute November 2018
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Christian Rakow

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