Im Kreidestaub

Karin Beier bringt am Hamburger Schauspielhaus Roland Schimmelpfennigs Antiken-Serie «Anthropolis» mit «Antigone» zu einem vorläufigen Abschluss

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Das «Was bisher geschah» ist eine ästhetische Herausforderung im seriellen Erzählen. Natürlich kann man es sich einfach machen und das Publikum mittels Rückblenden und Off-Stimme auf Stand bringen. Oder man kann die Vorgeschichte künstlerisch in die aktuelle Folge integrieren. In «Antigone», dem Abschluss des Antikenprojekts «Anthropolis» von Karin Beier (Regie) und Roland Schimmelpfennig (Texte) am Hamburger Schauspielhaus, liegt diese Aufgabe bei Ute Hannig.

Die erklärt in der Rolle des königlichen Beraters Phylobasileus ihrem Chef Kreon die blutige Vorgeschichte, und während Kreon aufmerksam zuhört, erinnert sich das Publikum, was in den vorangegangenen Folgen zu sehen war.

Beschrieben wird die Geschichte der Stadt Theben: Kadmos ist auf der Suche nach seiner von Zeus entführten Schwester Europa, findet sie nicht, gründet aber die Stadt Theben (und somit die urbane Zivilisation), in der sich Herrscher Pentheus mit dem Gott Dionysos anlegt und grausam bestraft wird (Teil 1: «Prolog/Dionysos»). Später ist Kadmos’ Urenkel Laios zu sehen, der Iokaste heiratet (Folge 2: «Laios»), mit dieser den Ödipus zeugt (und leider etwas nachlässig aussetzt), welcher seinen Vater tötet und ...

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Theater heute Januar 2024
Rubrik: Aufführungen, Seite 5
von Falk Schreiber

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