(Hör-)Bücher für den Weihnachtstisch

Barbara Honigmanns Geschichte einer Theater-Liebe «Bilder von A.» ist auch eine Kleist-Hommage

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Im Jubiläumsjahr 2011 ist Heinrich von Kleist 200 Jahre tot und Adolf Dresen, der in den 70er Jahren ein großer Kleist-Regisseur in der DDR war, zehn. «A. ist jetzt tot», mit diesem Satz enden viele Kapitel der «Bilder von A.», in denen ohne große Versteckspielerei Barbara Honigmann die Geschichte ihrer schwierigen Liebe zum 15 Jahre älteren Dresen erzählt, durch die sich wie ein Leitmotiv die gemeinsame Leidenschaft zu Kleist zieht.

Mitte der 70er Jahre lernen sie sich in Berlin kennen, bei einem gemein­samen Kleist-Projekt am Deut­schen Theater (das hier Berliner Theater heißt), ein Coup de foudre zwischen der Fünfund­zwanzig­jährigen, die sich zwischen Malen, Schreiben und Theater noch nicht recht ent­schieden hat, und dem Regie-Star alter Schule, der Proben inszeniert «mit Heulen, Schreien, Türen–knallen», aber auch dem Erfolg, der alle versöhnt.

«Stärker, größer, schöner, leidenschaft­licher, dunkler» wird das Motto ihrer Liebe zu­ein­ander und zu Kleist. Er schreibt der dünnen Gelieb­ten in Klammern «(dicker)» dahinter. Es wird ein klassisches Meister/Muse-Verhältnis, die «Leibeigene» und der verheiratete A., der kommt und geht, wie es ihm passt, ein «Fluchttier» in allen ...

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Theater heute Dezember 2011
Rubrik: MAGAZIN, Seite 61
von Barbara Burckhardt

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