Hannover Schauspielhaus: Diese ganze Power
Es geht um einen Wettbewerb. Am Ende wird jemand gewinnen, und für den Sieg wird mit harten Bandagen gekämpft. Sieben Teenager bewerben sich bei einem Tanz-Contest, es steht ein Ausscheidungssystem an, vielleicht gewinnt man die erste Runde in Mannheim, vielleicht auch Zürich und Rotterdam, vielleicht geht es zum Finale nach London. Kann sein. Ist auch wichtig. Nicht lebenswichtig. Aber gewinnen will man schon.
Clare Barrons «Dance Nation» ist eine Geschichte über Konkurrenz und Leistung.
Man wird als Team beim Wettbewerb teilnehmen, aber eine Tänzerin soll ein Solo tanzen, das Team besteht also nicht aus gleichberechtigten Figuren. Andererseits: Wenn das Team nicht funktioniert, nutzt auch das perfekte Solo nichts … Barron beschreibt diese Situation mit kurzen Schlaglichtern aus Proben der Tanzgruppe: mal ein Selbstermächtigungsmonolog der ewigen Gruppentänzerin Ashlee (Amelle Schwerk) – «Was mache ich bloß mit dieser ganzen Power?» –, mal ein fieses Bittgebet der ehrgeizigen Connie (Seyneb Saleh). Mal ein Aufbäumen von Zuzu (Anja Herden), die sich gegen den Leistungsdruck ihrer Mutter (Alrun Hofert) zu wehren versucht. Was man so macht, wenn man 13 ist und weiterkommen will, wenn ...
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Theater heute Dezember 2020
Rubrik: Chronik, Seite 51
von Falk Schreiber
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Wir haben Leiter*innen von Stadttheatern und Produktionshäusern gebeten, zwei Fragen zu beantworten:
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2) Sind die angekündigten Ausgleichszahlungen auf Basis von 75 Prozent des...
Eine kurze, aber entscheidende Zeit ihrer Kindheit und Jugend verbringt Mely Kiyak in einem Bergdorf in der Türkei, wo sich ihre «verliebte Cousine» verloben will. Da es sich um keine arrangierte, sondern eine Beziehung «gegen den ausdrücklichen Wunsch ihrer Familie» handelt, trifft die Cousine sich schon vorher heimlich mit dem Auserwählten und berichtet den Wache...
