Handschlag mit Alice Weidel
«Wo kommen wir hin, wenn wir uns immer am Nachbarn orientieren?», fragen sie in Einsiedeln – und haben sich deshalb auch perfekt mit ihrer Bürgerin Alice Weidel arrangiert. Ein bisschen bloß stört man sich hier, dass die mit einer Frau zusammenlebt und diese Frau auch noch dunkelhäutig ist. Aber der Rest? Kein Problem. Deutschland ist weit weg. So weit weg aber dann doch wieder nicht. Denn erstens gab es schon Demonstrationen gegen die Bürgerin Weidel – und man würde jetzt doch wissen, ob deren Leben in Einsiedeln nicht den Ort vielleicht doch ziemlich teuer kommt.
Und außerdem – naja, Anschläge auf Asylbewerber:innenheime gab es auch in der Schweiz, nur mal so als Beispiel. Aber wenn man drüber schweigt, denkt vielleicht keiner dran.
Ein bitterböses Bild zeichnen Fatima Moumouni und Laurin Buser in «Die weiße Madonna» von der Schweiz. Sie hätten, sagt das Duo im Programmzettel, «Bausteine aus der ‹realen› Welt genommen: Beobachtetes und Gehörtes, Statements aus Kommentarspalten und Interviews, eigene Erfahrungen mit der Schweiz».
Real ist die Figur der schwarzen Madonna, die jährlich hunderttausende Pilger:innen aus der ganzen katholischen Welt anzieht. Und der Anschlag eines ...
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Theater heute Juli 2026
Rubrik: Chronik, Seite 59
von Valeria Heintges
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Wer wankt am Ende stärker? Die fünf Zombies am Filmset, die endlich mal einen Film über sich aus eigener Perspektive drehen wollen – oder die neun Schauspielverweigerer mit ihren schultütenhaften Kasperlehüten, die zwischen drei Fotowänden hin- und hertaumeln? Die beiden Kollektive, die Toshiki Okada und Herbert Fritsch am Ballhof 1 und im Schauspiel Hannover...
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