Handschlag mit Alice Weidel
«Wo kommen wir hin, wenn wir uns immer am Nachbarn orientieren?», fragen sie in Einsiedeln – und haben sich deshalb auch perfekt mit ihrer Bürgerin Alice Weidel arrangiert. Ein bisschen bloß stört man sich hier, dass die mit einer Frau zusammenlebt und diese Frau auch noch dunkelhäutig ist. Aber der Rest? Kein Problem. Deutschland ist weit weg. So weit weg aber dann doch wieder nicht. Denn erstens gab es schon Demonstrationen gegen die Bürgerin Weidel – und man würde jetzt doch wissen, ob deren Leben in Einsiedeln nicht den Ort vielleicht doch ziemlich teuer kommt.
Und außerdem – naja, Anschläge auf Asylbewerber:innenheime gab es auch in der Schweiz, nur mal so als Beispiel. Aber wenn man drüber schweigt, denkt vielleicht keiner dran.
Ein bitterböses Bild zeichnen Fatima Moumouni und Laurin Buser in «Die weiße Madonna» von der Schweiz. Sie hätten, sagt das Duo im Programmzettel, «Bausteine aus der ‹realen› Welt genommen: Beobachtetes und Gehörtes, Statements aus Kommentarspalten und Interviews, eigene Erfahrungen mit der Schweiz».
Real ist die Figur der schwarzen Madonna, die jährlich hunderttausende Pilger:innen aus der ganzen katholischen Welt anzieht. Und der Anschlag eines ...
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Theater heute Juli 2026
Rubrik: Chronik, Seite 59
von Valeria Heintges
Figuren
Gordon – Regisseurin Birgit – Schauspielerin «Julia» Ulrich – Schauspieler «Winston Schmitz» Günni – Schauspieler «O’Brien» Lennart – Schauspieler «Martin» Benni – Setrunner
Anmerkungen
1.) Wokey Wokey ist das Making-Of eines gescheiterten Films. Regisseurin Gordon und ihr Team bieten pro Teil je eine Begründung für dieses Scheitern an. Da selbst die...
Volksbühnen- und Kinostar Milan Peschel inszeniert seit zwei Jahren eine Trilogie in der Schweriner M*Halle: drei Stücke, immer mit ähnlichem Team auf und hinter der Bühne. Zunächst den Western «Chico Zitrone im Tal der Hoffnung», dann den existen -zialistischen Eastern «Ich werde dich lieben». Und jetzt «Sterni und die Astronauten», ein Science-Fiction-Abenteuer,...
Theater heute «Wokey Wokey» trägt sein Thema im Titel. Es geht um eine gescheiterte Neuverfilmung von George Orwells «1984», bei der die Sprech- und Denkverbote mit woken Thesen gleichgesetzt werden. Das Thema verfolgt Sie: Schon 2017 haben Sie im Berliner Gorki Theater ihr Stück «The Sequel» uraufgeführt, in dem es ebenfalls um eine Neuverfilmung von «1984» geht,...
