Gute Unterhaltung!
Wenn es um die möglichst lukrative Verbindung von Kunst und Geld geht, macht den Salzburger Festspielen an sich keiner was vor. In der katholischen Kirche aber hat das Festival diesen Sommer seinen Meister gefunden: Auf einem derzeit wegen Renovierung eingerüsteten Turm des Salzburger Doms wurde für die noble Schreibwarenfirma Montblanc geworben. Dass Kirchenfassaden als Werbeflächen genutzt werden, ist an sich nichts Ungewöhnliches.
Vor diesem Dom aber wird seit mehr als achtzig Jahren der «Jedermann» gegeben, und ein Reklametransparent auf dem Bühnenbild ging sogar den Festspielen zu weit. Man einigte sich schließlich auf einen Kompromiss: Die Werbung durfte bleiben, sie wurde während der «Jedermann»-Vorstellungen allerdings abgedeckt.
Doch Hofmannsthals «Spiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes» stand diesmal ohnedies im Schatten einer noch prominenteren Leiche: Anlässlich des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart standen bei den Salzburger Festspielen alle 22 Opern auf dem Programm, inklusive sämtlicher Fragmente und Frühwerke. Erstaunlicherweise gab es dennoch nicht ausschließlich Mozart zu sehen und zu hören. Im Konzertprogramm fanden sich vereinzelt auch Werke ...
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