Große Fragen, einfach gestellt
In Frau Yamamotos Haus gibt es viele Wohnungen. Auf Florian Lösches Bühne im Zürcher Pfauen könnten sie in Japan liegen, so filigran muten die sich verschiebenden, sich hebenden und senkenden Transparent -folien an, in denen sich der Raum in ständiger Bewegung strukturiert. Oder aber in Italien, so eisdielenbunt sind die Farben der Folien, so kontrastreich und wärmend die Lichtführung (von Michel Güntert). Frau Yamamoto nennt sich schließlich Sole mit Vornamen, wie sie kichernd eingesteht.
Wenn es eine Schauspielerin gibt, der wir jederzeit locker die Sonne abnehmen würden, dann ist es Nikola Weisse. An sich hat sie ja gar nichts Wonnig-Sonniges. Aber doch die Strahlkraft. Und die Härte. «Was ist mit euch? Seid ihr glücklich?», fragt sie – mitten ins Herz – das Nachbars-Paar im Haus (Sebastian Rudolph und Mirko Kreibich). Der Mund bleibt ihnen offen stehen.
Mit nüchternster Beiläufigkeit berichtet sie von Blutmassakern im Sägewerk ihres Ex-Mannes – «Die Zuschneidemaschine hat ihm ratzfatz drei Finger weggesägt. – Sie war an dem Tag auf extra dünnes Furnier eingestellt. – Die Finger wurden in hübsche Scheibchen geschnitten ... wir haben sie aus dem Sägemehl gefischt, jede mit einem ...
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Theater heute November 2024
Rubrik: Aufführungen, Seite 7
von Andreas Klaeui
Die Entstehungsgeschichte beschreibt Thomas Köck zu Beginn so: »Eigentlich hatte ich B zugesagt, ein Jahr österreichischer Innenpolitik, also das eine Jahr vor den kommenden Nationalratswahlen, zu ‹begleiten› oder zu betrachten, eine Art fortlaufende, politische Bestandsaufnahme als Grundlage für einen Theaterabend, nicht mit dem Wunsch, eine knallharte Analyse zu...
Sarah Calörtscher hat es mit einer gründlich desillusionierten Menschheit zu tun. Im «Herz aus Polyester» kämfen die Erdlinge mit zwei unschönen Problemen: Ihr Planet wird nachhaltig unbewohnbar, und es grassiert eine Seuche, die bei den Betroffenen für langsame Plastifizierung sorgt. Es beginnt in den Fingerspitzen, die zunehmend taub werden, bis die armen...
AALEN, THEATER
17. Ende, Momo
R. Tonio Kleinknecht
23. von Kürthy, Mondscheintarif
R. Julius Max Ferstl
AACHEN, DAS DA THEATER
1. Hollendieck, Karaoke für zwei
R. Maren Dupont
14. Strauch, #DieWelle24
R. Tom Hirtz
AACHEN, THEATER
15. Maeterlinck, Der blaue Vogel
R. Helga Lázár
16. nach Poe, Der Untergang des Hauses Usher
R. Wilke Weermann
ALTENBURG/GERA, THEATER
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