Good News for People Who Love Bad News
Heute Morgen aufgewacht. Mit dem ersten Kaffee der Blick in die Nachrichten: Die USA haben Ziele im Iran angegriffen. Krass. Im Radio ein Gespräch über den weltweiten Vormarsch (und die Scham -losigkeit) des neuen Faschismus. In der Zeitung eine neue Sonntagsfrage: Die rechtsextreme Partei hat wieder zugelegt. Ein paar Seiten weiter freut sich ein Vertreter der Dominanzgesellschaft (also desjenigen Teils der Bevölkerung, der sich ohne den leisesten Selbstzweifel für Mehrheit, Mitte und Norm hält), endlich wieder bestimmen zu dürfen, was richtige (und gute) Kunst ist.
In den E-Mails eine Einladung zum Gespräch mit dem Kämmerer, wie wir im Theater denn die neuen und noch drastischeren Sparvorgaben umzusetzen gedächten. Und die Wetter-App prognostiziert einen neuen Hitzerekord in Mannheim, der angeblich heißesten (weil besonders stark versiegelten) Stadt Deutschlands. Na super …
«Good News For People Who Love Bad News» heißt ein ziemlich cooles Album der amerikanischen Rockband Modest Mouse. Musi -kalisch nicht wirklich ein Stimmungsaufheller, aber könnte es einen Titel geben, der unsere Gegenwart besser auf den Punkt bringt? Dabei ist das Album schon von 2004. 2004? In meiner ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Cheering up, Seite 94
von Christian Holtzhauer
ur weil ein Vorschlag konstruktiv ist, ist er noch lange nicht konterrevo -lutionär.» – Einer meiner Lieblingssätze von Albert O. Hirschman, Ökonom, Sozialphilosoph – und Schlepper. Held der Netflix-Serie «transatlantic». Als rechte Hand von Varian Fry half er, Verfolgte des Nazi-Regimes aus Marseille in Sicherheit zu bringen. Bis er schließlich selbst über die...
Die Kunst sei «folgenlos, nicht wirklich wirkend». Starke Worte – geäußert hat sie niemand anders als Carl Hegemann, der kürzlich viel zu früh verstorbene legendäre Dramaturg, Autor, Professor, Gedankensprüher, Volksbühnenheld, Vielredner (s. TH 07/2009). Sein Gewährsmann heißt Friedrich Schiller. Die Folgenlosigkeit sei der hohe Preis, den die Kunst bezahlen müsse...
Wie man in diesen Tagen gute Laune bekommt? Gar nicht. Es sei denn, man sieht und hört nicht, was in der Welt passiert. Wenn es unerträglich wird, wenn alles zu laut, zu düster, zu schnell und zu hoffnungslos erscheint, dann gibt es zwei Dinge, die mir ein wenig Trost geben.
Das Erste ist ein Spaziergang über den St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin. Ich bin in der...
