George Bernhard Shaw: «Major Barbara»

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Zuallererst muss man eine Vermisstenanzeige aufgeben. Wo ist eigentlich Guido Westerwelle? Seit dem Zusammenbruch der Finanzmärkte hat er sich gemeinsam mit allen anderen Deregulierungsfachleuten zurückgezogen und liest in einem Managerse­minar, möglicherweise von Rimini Protokoll angeleitet, erstmals «Das Kapital» – nun gut. Und schwitzt sich den Liberalismus aus den Knochen – auch gut. Leider allerdings ohne den schwächelnden Friedrich Merz, dem die AOK eine Extrakur auf dem Zauberberg verpassen musste – schade eigentlich.

Der schnelle Guido dagegen wird bald verkünden, dass er Keynesianer bis ins Mark sei, man die Rolle des Staates nicht unterschätzen dürfe und er dies im Übrigen schon immer gesagt habe.

Das Theater ist natürlich immer dann, wenn wirklich etwas passiert, enttäuschend: schlicht zu langsam – die anderen Medien dagegen effizient und in Echtzeit längst auf der Überholspur.

Das meiste haben Anne Will, Maischberger und Co. längst geliefert, das Theater dagegen, wie immer, auf verlorenem Posten – scheinbar.

Trotzdem sucht es nach Texten zu Geld und Finanzkrise und stößt auf erstaunlich reiche Vorratshaltung, manches von rührender Behäbigkeit, anderes erstaunlich frisch, ...

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Theater heute Dezember 2008
Rubrik: Finanzmarkt Spezial, Seite 15
von Joachim Lux

Vergriffen
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Das wirklich interessante Lehrstück fand im Vor- und Nachspiel zur Inszenierung statt. Wie üblich hatte das Hamburger Schauspielhaus seinen potenten Freundeskreis zu einer öffentlichen Probe geladen, bevor die Premiere  von Volker Löschs «Marat/Sade»-Produktion nach Peter Weiss und mit Hamburger Hartz-IV-Chor Ende Oktober über die Bühne ging. Im Epilog zum Stück,...

Bret Easton Ellis: «American Psycho»

Aber natürlich sollen die Theater, also wir, jetzt etwas zur Bankenkrise machen! Endlich mal ein Thema, bei dem man weiß, dass es die Zuschauer auch dann noch beschäftigt, wenn der Apparat endlich angeworfen ist und in ein paar Monaten die ersten Ergebnisse ausspuckt. Zumal ja gerne gesagt wird, man wisse nicht genau, bei wem die Krise wann und wie heftig ankommen...

Schlusskonferenz oder Der Rest ist Schreiben

Zeit: 27. Oktober 2008, der Montag nach der Premiere
Ort: Die Feuilleton-Titelseiten

Stimmen:
MODERATOR
Matthias HEINE («Endlich mal wieder Strumpfhosen», Die Welt)
Ralf-Carl LANGHALS («Wunder gibt es immer wieder», Mannheimer Morgen)
Peter MICHALZIK («Best of Germany», Frankfurter Rundschau)
Roland MÜLLER («Demut, dein Name ist Schmidt», Stuttgarter Zeitung)
Christopher...