George Bernhard Shaw: «Major Barbara»

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Zuallererst muss man eine Vermisstenanzeige aufgeben. Wo ist eigentlich Guido Westerwelle? Seit dem Zusammenbruch der Finanzmärkte hat er sich gemeinsam mit allen anderen Deregulierungsfachleuten zurückgezogen und liest in einem Managerse­minar, möglicherweise von Rimini Protokoll angeleitet, erstmals «Das Kapital» – nun gut. Und schwitzt sich den Liberalismus aus den Knochen – auch gut. Leider allerdings ohne den schwächelnden Friedrich Merz, dem die AOK eine Extrakur auf dem Zauberberg verpassen musste – schade eigentlich.

Der schnelle Guido dagegen wird bald verkünden, dass er Keynesianer bis ins Mark sei, man die Rolle des Staates nicht unterschätzen dürfe und er dies im Übrigen schon immer gesagt habe.

Das Theater ist natürlich immer dann, wenn wirklich etwas passiert, enttäuschend: schlicht zu langsam – die anderen Medien dagegen effizient und in Echtzeit längst auf der Überholspur.

Das meiste haben Anne Will, Maischberger und Co. längst geliefert, das Theater dagegen, wie immer, auf verlorenem Posten – scheinbar.

Trotzdem sucht es nach Texten zu Geld und Finanzkrise und stößt auf erstaunlich reiche Vorratshaltung, manches von rührender Behäbigkeit, anderes erstaunlich frisch, ...

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Theater heute Dezember 2008
Rubrik: Finanzmarkt Spezial, Seite 15
von Joachim Lux

Vergriffen
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Aber natürlich sollen die Theater, also wir, jetzt etwas zur Bankenkrise machen! Endlich mal ein Thema, bei dem man weiß, dass es die Zuschauer auch dann noch beschäftigt, wenn der Apparat endlich angeworfen ist und in ein paar Monaten die ersten Ergebnisse ausspuckt. Zumal ja gerne gesagt wird, man wisse nicht genau, bei wem die Krise wann und wie heftig ankommen...

«Und dann beginn ich was Neues»

Nein, hatte Ozan vor zwei Jahren gesagt, er könne doch jetzt keinen Gemüseladen oder eine Döner-Bude in der Stadt aufmachen. Aber was solle er tun? Damals stampfte er bei diesen Sätzen mit den Füßen auf, vor Kälte und auch vor Wut. Die Hände streckte er in Richtung der Flammen, die aus den verrosteten, zu Öfen umgerüsteten Benzinfässern züngelten: «Auswandern...

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Eine Stellenanzeige in der «Zeit» war der erste Schritt in die Öffentlichkeit: Köln soll eine neue unabhängige monatliche Zeitung für Darstellende Künste erhalten, dafür wurde, überregional wohlgemerkt, ein hochmotivierter Chefredakteur gesucht.

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