Gehen, wenn’s am schönsten ist

Nach zwölf Jahren übergibt Frie Leysen das KunstenFESTIVAL des Arts in Brüssel an Christophe Slagmuylder und zeigt zum Abschied neue Produktionen von Christoph Marthaler, Chris Kondek, Mariano Pensotti und Ho Tzu-Nyen

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Das «KunstenFESTIVAL des Arts» in Brüssel, das eigenwilligste und wichtigste Festival Europas, präsentiert in diesem Jahr drei Dutzend verschiedene Theater-, Tanz-, Performance- und Film-Produktionen, über die Hälfte davon sind Uraufführungen. Wie immer hat Frie Leysen, Gründerin und Leiterin des Festivals, jene Künstler aus Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika in die europäische Hauptstadt geladen, die sie am interessantesten findet, ohne sich dabei um Moden und gängige Trends zu kümmern. Und wie immer ist ihre radikal subjektive Auswahl so umstritten wie beflügelnd.

Einige waren schon mehrfach da, und die Zuschauer konnten ihre Entwicklung über einen langen Zeitraum verfolgen, andere sind echte Geheimtipps, die in Brüssel für Europa entdeckt werden. Im Laufe der Jahre hat sich ein waches, neugieriges Stammpublikum entwickelt, das der Auswahl vertraut und zu den unbekannten Namen genauso strömt wie zu den berühmten.
   

Freiwilliger Generationenwechsel

Das war nicht immer so. Als das Festival 1994 begann, damals noch biennal, rief der Anspruch, die flämische und die französische Gemeinde übers Internationale zusammenzubringen, mehr Miss­trauen als Begeisterung hervor.
Schon ...

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Theater heute August/September 2006
Rubrik: Festivals, Seite 14
von Renate Klett

Vergriffen
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