Gefeuert und gefeiert
In Salzburg ging Ende März eine mehr als 30 Jahre währende Beziehung in Brüche: die zwischen Markus Hinterhäuser und den Festspielen. Der österreichische Pianist kuratierte in den 1990er Jahren, in der Ära Mortier, das Neue-Musik-Subfestival Zeitfluss (zusammen mit Tomas Zierhofer-Kin), war unter Jürgen Flimm für das gesamte Konzertprogramm zuständig und nach dessen vorzeitigem Abgang ein Jahr lang (2011) interimistischer Intendant.
2017 übernahm Hinterhäuser dauerhaft die künstlerische Leitung, und eigentlich war sein Intendantenvertrag im April 2024 ein zweites Mal verlängert worden, bis 2031.
Der Anfang vom Ende war die Trennung von Schauspielleiterin Marina Davydova, die im November 2024 – nach nur einem Jahr in Salzburg – gefeuert wurde (ehe man sich auf eine einvernehmliche Vertragsauflösung einigte). Offiziell wurde das mit einer unangemeldeten Nebentätigkeit bei einem kleinen Berliner Festival begründet; tatsächlich war Davydova, die auch mit festspielkritischen Interviews auffiel, dem Intendanten wohl zu eigensinnig. Für die Saison 2026 übernahm Hinterhäuser die Leitung des Schauspielprogramms selbst, und er schien es auch nicht besonders eilig zu haben, die Stelle ...
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Theater heute Oktober 2026
Rubrik: Festivals, Seite 8
von Wolfgang Kralicek
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