Gefängnis Dänemark
Es ist ist wie mit Kindern, wenn sie spielen, dass sie gerade eine Prinzessin oder eine böse Hexe sind. Ernst ist es natürlich auch, schließlich musste man als Zuschauer ja das Handy abgeben und wurde wie am Flughafen kontrolliert. Die Strafgefangenen, die in den folgenden vierzig Minuten durch die Zuschauerreihen gehen, können auch Kontakt mit der Außenwelt pflegen, vor der sie ja eigentlich weggeschlossen worden sind. Zu eng sollte der aber nicht ausfallen. Es sind mehr als zehn Justizvollzugsbeamte im Einsatz.
Projekte wie die schmale Best-off-Version des «Hamlet» in der Mannheimer Justizvollzugsanstalt (JVA) können damit rechnen, dass Zuschauer begeistert sind und darüber hinwegsehen, dass ihre Begeisterung schweren Jungs gilt. Derjenige, welcher zum Beispiel gleichzeitig die Gertrud und den Claudius spielt, schreibt im Programmheft, er sei im Rotlicht-, Drogen- und Rockermilieu unterwegs gewesen. Er ist ein Monument von Mann und gönnt sich auf der kleinen Bühne in der Sporthalle der JVA Mannheim einen leicht maliziösen Ton. Das hat Charme und dürfte der Rolle entsprechen, die er auch im Gefängnis spielt: die des Zellenältesten, der klar macht, wo es langgeht, nicht laut, aber ...
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Theater heute Oktober 2014
Rubrik: Chronik Mannheim, Seite 66
von Jürgen Berge
Aalen, Theater der Stadt
3. Dreßler nach Netenjakob, Macho Man
R. Winfried Tobias
4. Ecer, Am Rand (DE)
R. Tina Brüggemann
5. Dirisamer nach Erlbruch, Ente, Tod und Tulpe
R. Petra Jenni
Altenburg/Gera, TPT
3. Miller, Tod eines Handlungsreisenden
R. Bernhard Stengele (in Gera)
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
5. Theobalt nach Guareschi, Don Camillo und Peppone
R....
Als ich den damals noch recht jungen Gert Voss zum ersten Mal ganz bewusst auf der Bühne wahrnahm, war er sehr alt. Ich hatte ihn schon vorher gesehen – so in Claus Peymanns und Achim Freyers Stuttgarter «Faust» von 1977; aber da war er mir nicht wirklich aufgefallen in der Menge der turbulenten Aktionen und Akteure. Am 7. Mai 1982 aber, als «Der Kirschgarten» in...
Bekannt wurde die 1977 geborene Rumänin Gianina Carbunariu durch ihre Arbeiten als Autorin und Regisseurin in der Freien Szene. Ihre jüngsten Performances aber entstanden zunehmend als internationale Koproduktionen in Repertoiretheatern. Kürzlich erhielt sie auch den renommierten rumänischen Theaterpreis UNITER für dokumentarisches Theater (der eigens für ihre...
