Gas for Democracy
Eigentlich ist es ziemlich simpel: maximal ein Flug alle vier Jahre, alles mit öffentlichem Nahverkehr statt Autos, im Winter zwei Grad runter mit der Durchschnittstemperatur, maximal 37 Quadratmeter pro Person Wohnraum, Fleischverzehr eliminieren, elektronische Geräte müssen reparierbar sein und keine Fast Fashion. Diese notwendigen Schritte, um eine lebenswerte Zukunft zu gewährleisten, verrät uns ein Kind.
Aber der Mensch ist ein Wiederholungstäter und Fortschrittsgetriebener.
Also nimmt sich Thomas Köck Aischylos’ «Orestie» als Vorlage, denn systemische Gewalt ist ein uraltes gesellschaftliches Phänomen, überschreibt die Diskussion um eine erlösende Demokratie zu einer Diskussion um Wachstumswahnsinn und unsere Schuld an der Naturzerstörung, und nennt das 242 Seiten starke Werk «circus oresteia», sein «ZIRKUSDISKURSWAGEN GEFÜLLT MIT ALLEN LÄNGST BEKANNTEN VERHEERUNGEN».
Thematisch knüpft Köck an seine Klima -trilogie an, Kapitalismuskritik und der Raubbau des Menschen an der Natur sind auch hier Inhalt seiner Verse. Wir befinden uns: in den brennenden Gärten der Artemis. Iphigenie ist der Ölgier ihres Vaters Agamemnon «aka oil of olaf» zum Opfer gefallen, ein Frackingunfall ...
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Theater heute Oktober 2026
Rubrik: Chronik, Seite 64
von Sarah Heppekausen
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