Enge der Steppe
«Krieg ist die Hölle», wusste schon General Sherman im amerikanischen Bürgerkrieg, das habe aber die Menschheit nicht davon abgehalten, die Erde regelmäßig in eine Hölle zu verwandeln. Dabei gilt diese Feststellung nicht nur für die Front selbst, sondern auch für das Leben der Menschen fernab in einem kirgisischen Dorf während des Zweiten Weltkriegs, das im Zentrum der Erzählung «Dsha -milja» von Tschingis Aitmatow steht.
Hier sind alle wehrfähigen Männer längst an der Front, so dass es bei den Frauen und Alten liegt, die Felder zu bestellen, die Ernte einzuholen und zum Marktort zu schaffen. Wahrlich kein Zuckerschlecken. Aus der Sicht des jungen Seid wird die «schönste Liebesgeschichte der Welt» (Luis Aragon) erzählt. Dshamilja ist die Ehefrau von Seids Bruder, der an der Front gegen die Deutschen kämpft. In sie verliebt sich Seid, doch die brennt schließlich mit dem posttrau -matisch gestörten Kriegsheimkehrer Dani -jar durch. Seid verlässt ebenfalls das Dorf und wird Maler. In der DDR gehörte dieses Buch zur Pflichtlektüre in der Schule, und Armin Petras hat es jetzt am neuen theater in Halle auf die Bühne gebracht, oder besser: in den Innenhof.
Das Bühnenbild von Kostüm- und ...
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Theater heute Oktober 2026
Rubrik: Chronik, Seite 62
von Torben Ibs
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Treffen sich drei Reisende in Sommerklamotten auf einer Hinterbühne, zu Polonaise und Plastikmusik, zur immersiven Rundreise auf den Spuren Don Quijotes. Sie dampfplaudern, was man halt so macht in einer Reisegruppe: die Anfahrt über viele Autobahnabfahrten. Die Häppchen auf dem Büffet. Und noch ein Selfie mit der Gummipuppe.
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BERLIN, GROPIUS BAU – MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST
9.10. bis 17.1.2027, Christoph Schlingensief – Es ist nicht mehr mein Problem
Der Gropius Bau zeigt Arbeiten Christoph Schlingensiefs aus Theater, Performance, politischer Aktion und bildender Kunst. Im Mittelpunkt stehen zentrale Werkkomplexe und die Übergänge zwischen seinen unterschiedlichen künstlerischen...
