Geschichte von unten und ein Fläschchen Wodka

Das Festival Theater der Welt zeigt sich in Chemnitz multiperspektivisch und internationaler denn je. Kein Wunder bei neun Kurator:innen!

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Hat die Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz nachhaltig verändert? Die aktuelle Ausgabe des Festivals Theater der Welt kann da als Gradmesser dienen. Proteste oder Aktionen von weniger weltoffenen Akteuren gegen das Festival gab es jedenfalls keine. Doch zieht das Publikum mit, oder ist es nach dem letztjährigen Kulturdauerevent doch etwas müde geworden?

Das misst man am besten an Extrempositionen. Wer eignet sich da besser als der bulgarische Ausnahme-Performer Ivo Dimchev? Er lädt zur großen Party in den Club Atomino.

Dimchev sprengt mit seiner Kunst Grenzen und ist dabei über Fragen der queeren Selbstermächtigung, an denen andere sich abarbeiten, längst hinausgewachsen. In «DI/Strauss technique» kombiniert er Melodien von Josef Strauss mit neuen Texten, bei denen es viel um «Butts», «horny» und «Sex» geht. Brav stehen 80 Stühle bereit, um sie herum ist Platz, den die Besuchenden brauchen werden für die Mini-Choreografien, die Dimchev in der nächsten Stunde mit ihnen durchhecheln wird. Das Publikum ist durchmischt, viele junge Menschen sind dabei, aber auch klassisches Theater-Abo-Publikum inklusiver rüstiger Senior:innen. Jede:r bekommt einen Jutebeutel mit Requisiten wie Fächern, ...

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Theater heute Oktober 2026
Rubrik: Festivals, Seite 14
von Torben Ibs

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