Freie Szene Hamburg: Tröpfchenweise Wermut

Das Hamburger Szenefestival Hauptsache Frei zwischen Mainstream und Prekariat

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Der Freien Szene Hamburgs geht es nicht gut. Grundsätzlich arbeitet man im freien Theater unter ökonomisch prekären Bedingungen, Bedingungen, die sich in der Hansestadt freilich noch einmal verschärft zeigen – wegen der hohen Lebenshaltungskosten sowie der schwierigen Förderbedingungen, gerade im Vergleich zu Berlin. Zudem leidet Hamburg seit einigen Jahren unter einem Image der Uncoolness.

Wichtige Vertreterinnen der Szene wie Monika Gintersdorfer und Showcase Beat Le Mot sind abgewandert; wer an der Elbe bleibt, muss sich die Frage gefallen lassen – weswegen eigentlich?

Allerdings ist Hamburg natürlich nicht kunstfrei. Mit der Theaterakademie Hamburg und dem Studiengang Performance Studies an der Universität gibt es Ausbildungsstätten, die für einen stetigen Nachschub an jungen Kunstschaffenden sorgen. Und der sucht Auftrittsmöglichkeiten. Die er nicht findet, weil: Mietpreise, Förderproblematik, siehe oben. Zudem steht in Hamburg zwar mit Kampnagel das mit Abstand größte Produktionshaus der Republik, die Freie Szene beklagt allerdings zu Recht, in den riesigen Hallen kaum zum Zuge zu kommen. Und kleinere Off-Theater wie das traditionsreiche Monsun und das Sprechwerk bleiben da ...

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Theater heute Juni 2019
Rubrik: Magazin, Seite 61
von

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