Formen des Widerstands

Das internationale Theaterspektakel in Zürich setzt seinen Fokus auf experimentelle Formen und postkoloniale Erfahrungen

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Im schlaffen Zürcher Luxus scheint keinen wirklich etwas umzutreiben. Dagegen hat das Programm des Theaterspektakels einen Aggregatzustand von Dringlichkeit, auch wenn man das im Tableau aus Wiese, See, Spätsommerlicht und Restaurantbuden nicht gleich bemerkt. Es findet in der Roten Fabrik, einer Werfthalle und in temporären Architekturen statt und ist seit seiner Gründung ein internationales Festival.

Sandro Lunin, der es seit neun Jahren künstlerisch leitet, hat es deutlich in Richtung der experimentellen Formen verschoben und ihm einen politischen Fokus der postkolonialen Erfahrung gegeben. Sein Programm zeigt zwanzig Sprechtheater und Tanzproduktionen, drei besondere Zirkuspositionen, acht Short Pieces, acht sehr ausgesuchte Konzerte und ein bis zwei spezielle Truppen der Straßenkunst.

Eröffnet wurde dieses Jahr allerdings in der Werft sehr europäisch, mit der neuen Produktion der flämischen Truppe FC Bergman, «Het land Nod». Eindrucksvoll wurde der Rubens-Saal des Königlichen Kunstmuseums Antwerpen nachgebaut. Die Wände sind leer, nur Rubens’ «Die Kreuzigung Christi» hängt noch, soll abtransportiert werden, passt aber nicht durch die Tür. Ein Wärter nimmt Aufstellung. Dann ...

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Theater heute November 2016
Rubrik: Festivals, Seite 38
von Stefanie Carp

Vergriffen
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