Flugreisende auf Sinnsuche

Olaf Kröck und Jan Hein stellen die Ruhrfestspiele Recklinghausen künstlerisch neu auf: Internationale Produktionen von Peter Brook, Ivo van Hove, Abhishek Thapar, Julia Wissert und anderen

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Eine Million Euro weniger, das ist nicht gut. Gar nicht gut. Sparzwänge sind das Letzte, da gibt es kein Ge-Wenne und kein Ge-Abere. Aber wenn – jetzt ist es raus – aber wenn gespart werden muss, dann so, wie es Olaf Kröck und Jan Hein als neues Leitungsteam der Ruhrfestspiele versuchen. Der ehemalige Hauptsponsor Evonik hatte für das Jahr 2019 massive Kürzungen beschlossen, damals völlig überraschend für Kröck als neuen Intendanten.

Gezwungenermaßen wurde das diesjährige Festival in Recklinghausen unter dem Motto «Poesie und Politik» um eine Woche verkürzt, das Programm ist kompakter (siehe das Gespräch in TH 5/2019), wirkt aber zugleich viel zielgerichteter kuratiert. 

Klar fällt zuerst auf, was fehlt. Es sind deutlich weniger Eigen- und Koproduktionen sowie Uraufführungen am Start. Das weit gefasste Fringe-Festival ist drei komprimierten Reihen Neuer Zirkus, Kinder- und Jugendtheater sowie Musik gewichen. Die beliebtesten deutschen Film- und Theaterstars von Dietmar Bär bis Caroline Peters treten nicht in Eigenproduktionen auf, sondern nur noch in eintägigen Lesungen. Und «international» heißt auch nicht mehr, wie in den 13 Jahren unter Frank Hoffmann, den roten Teppich für ...

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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Festivals, Seite 36
von Cornelia Fiedler

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