Flamingos auf der Pinguinparty?
Die Theatermacherinnen Karin Henkel, Jahrgang 1970, und Lisa Lucassen, Jahrgang 1969, hätten einander eigentlich schon beim Berliner Theatertreffen 2011 begegnen können. Dorthin waren die Regisseurin Henkel mit ihrem Kölner «Kirschgarten» und die Performancegruppe She She Pop, zu deren Gründungsmitgliedern Lucassen gehört, mit «Testament» eingeladen – einer Koproduktion mit dem Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg und dem FFT Düsseldorf.
Für Henkel, deren erfolg -reiche Laufbahn Anfang der 1990er Jahre mit einer Regieassistenz am Burgtheater begann, war es die zweite von bis dato sieben Einladungen. Für She She Pop war es die erste von zwei. Nicht nur damit gehört das mehrheitlich weibliche, feministische Kollektiv, das in den 1990er Jahren aus dem Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft hervorging, zu den weg -weisenden und prominentesten freien Gruppen. Für dieses Gespräch trafen sich Henkel und Lucassen zum ersten Mal und sprachen mit den Kritikerinnen und Mitgliedern der Theater -treffen-Jury Sabine Leucht und Katrin Ullmann über die Arbeit im Stadt- und Staatstheater und in der freien Szene, über Langstrecken- und Hürdenlauf, über Freiräume, (Kleider-)Zwänge ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Mai 2023
Rubrik: Frauen im Theatertreffen, Seite 36
von Sabine Leucht, Katrin Ullmann
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
13. nach Landis, Blues Brothers
R. Ingmar Otto
AACHEN, THEATER
5. Bezerra, My Little Pony
R. Eva Offergeld
AUGSBURG, SENSEMBLE THEATER
13. nach Yarris, The Fear of 13
R. Heinz Conrad
BADEN-BADEN, THEATER
6. Mußler, Befreiungsschlag (U)
R. Sandra Maria Germann und Helena Mußler
BAMBERG, ETA HOFFMANN THEATER
5. Jacobs-Jenkins,...
Was für eine Energie, die von der Bühne herab knistert, glitzert, gluckst und giggelt – und dann plötzlich explodiert, aus einer schroffen Tiefe heraus, die man zuerst gar nicht verorten kann in der schmalen Person da oben in der Mitte mit hellwachen Augen und leicht spöttischen Mundwinkeln. Noch sitzen sie zu fünft am Lesetisch und kabbeln sich über ihre...
Grundsätzlich hat Caren Jeß nichts gegen Richard Wagner und seinen «Ring des Nibelungen», im Gegenteil: «Sex, Blut und Gewalt, Boys, da bin ich dabei!» Außerdem darf frau heute nicht mehr so zimperlich sein und das Nationalmythen-Ausdeuten männlichen Bayreuther Regietitanen oder Gegenwartsdramatiker-Kollegen wie Necati Öziri, Thomas Köck oder Ferdinand Schmalz...
