Film: Neue Selbstverständlichkeit
Neue Selbstverständlichkeit› heißt, das Trauma zu überwinden, nicht vorgesehen zu sein», erklärt das Manifest, das der Performancekünstler Tucké Royale Anfang des Jahres bei der Preisverleihung des 41. Filmfestivals Max Ophüls Preis vorlas. Dort wurde ihm für das Buch und seine Hauptrolle in «Neubau» der Preis für den gesellschaftlich relevanten Film verliehen und die Regiearbeit von Johannes Maria Schmit in der Kategorie «bester Spielfilm» ausgezeichnet.
Dass ihr selbsternannter Heimatfilm (übrigens das einzige originär deutsch/österreichische Filmformat) seine genretypischen Merkmale wie den kulturellen Clash zwischen urbanen und ländlichen Gesellschaften, generationenübergreifende Generationenkonflikte oder die unvermeidliche Naturidylle in völlig neue Erzählungen einbetten wird, macht der Anfang des Films bereits explizit klar. Nach der ausgiebigen Studie eines Baumensembles zoomt sich die Kamera zurück durch Fenster ins Zimmer, um die irritierenden Hintergrundgeräusche zu bebildern, die zwei Männer bei ihren queeren Sexpraktiken verursachen – bis das Telefon klingelt, weil Großmutter Alma auf der Suche nach einem Blumenstrauß die Orientierung verloren hat.
Damit ist der ...
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Theater heute November 2020
Rubrik: Magazin, Seite 60
von Anja Quickert
Aachen, Theater
18. Das Ende von Eddy//Cyborg 2020 – Where is my mind (U)
R. Melina Pyschny und Tommy Wiesner
Aalen, Theater der Stadt
22. Ebel, Ox & Esel – Eine Art Krippenspiel
R. Winfried Tobias
Altenburg Gera, THeater
10. nach Andersen, Des Kaisers neue Kleider
R. Lena Hesse
22. nach Süskind, Der Kontrabass
R. Manuel Kressin
20. nach Collodi, Pinocchio
R....
«Amerika, das heißt träumen!», ruft Martin irgendwann einmal aus. Er meint es anders, aber für den ehemaligen Idealisten, der halb gegen seinen Willen zum Finanzinvestor wurde und zum Ausgleich extra skrupellos agiert, sind Träume auf fatale Weise zum Lebenselixier geworden: als Luftbuchungen, als hochgefährliche Scharlatanerie. Martin investiert in Immobilien, und...
La Rentrée: Das bedeutet in Frankreich Schulbeginn, Spielzeitstart, Verlagstermin für die Neuerscheinungen im Herbst. Heuer diskutiert «le Tout-Paris» aber weniger über den neuen Carrère oder die neue Nothomb, sondern – nebst Corona und den Folgen – vor allem auch über ein Thema, das seit den Sommerferien Scholle für Scholle eines gigantischen hässlichen Eisbergs...
