Festivals
Die Wiener Festwochen sind das Superschwergewicht unter den Sommerfestivals im deutschsprachigen Raum: 30 Produktionen allein im Schauspielprogramm, darunter aufwändige Eigengewächse und internationale Großproduktionen, aber auch zahlreiche
Entdeckungen jenseits des Establishments.
Dagegen behauptet die Biennale Neue Stücke aus Europa in Wiesbaden und Mainz auch nach 20 Jahren noch ihren speziellen Fokus: zeitgenössische Dramatik oder was der szenische Text heute in Europa bedeutet.
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Theater heute August/September 2012
Rubrik: , Seite 4
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Wald und Keller gelten gemeinhin als Orte der Unübersichtlichkeit, als Fluchträume, in denen die reglementierenden Kräfte von Staat und Über-Ich keinen Zugriff haben oder zumindest nur einen Teil ihrer Macht entfalten können als unheimliche Anziehungspunkte, an denen man in der Begegnung mit sich selbst das Fürchten lernen kann. In München haben sich – rein...
Politisches Theater – dies bestätigen aktuelle Festivals, die Positionen zeitgenössischer Dramatik eine Plattform geben wie der Heidelberger Stückemarkt oder das Münchner Festival «Radikal jung» –, politisches Theater kommt derzeit eher nicht aus Deutschland, sondern aus dem Ausland. Aus den Ländern des arabischen Frühlings etwa, in denen das Theater als Sprachrohr...
Erst vor Kurzem beschäftigte das Stuttgarter Staatsschauspiel sich en passant mit Albert Camus’ «Die Gerechten» (1949). Im nahe gelegenen Tübingen folgte jetzt mit Jean-Paul Sartres «Die schmutzigen Hände» (1948) das nächste Stück rund um die Frage, ob der politische Mord zur Durchsetzung hehrer Ideale gerechtfertigt sei. In beiden Fällen greift ein mit linken...
